Sigrun Steinborn

Sigrun Steinborn (* 3. Januar 1942 in Guhrau, Kreis Guhrau, Provinz Niederschlesien) ist eine ehemalige deutsche Politikerin.

Leben

Steinborn besuchte zunächst die Volksschule und anschließend eine private kaufmännische Schule. Sie ging Bürotätigkeiten nach und verdingte sich als ungelernte Arbeiterin, ehe sie von 1969 bis 1972 auf der Abendschule das Abitur erwarb. Anschließend studierte sie bis 1979 an der Pädagogischen Hochschule in Westberlin und legte 1981 das 2. Staatsexamen für das Lehramt ab. Dann unterrichtete sie an der Ferdinand-Freiligrath-Oberschule in Berlin-Kreuzberg und ab 1996 an der Carl-von-Ossietzky-Schule ebendort.

Politik

Steinborn engagierte sich von 1980 bis 1990 in der SPD von Berlin-Schöneberg, wo sie zuletzt Abteilungsvorsitzende war. Dort war sie auch Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung. Mit der Wiedervereinigung und ihrer Annäherung an die Linke Liste geriet sie in Konflikt mit der Partei. Daraufhin kandidierte sie im Dezember 1990 für die Linke Liste/PDS und zog bis 1995 ins Abgeordnetenhaus von Berlin ein. Im März 1991 wurde sie PDS-Mitglied. Später verließ sie auch die PDS und trat der DKP bei. Sie unterstützte als Genossenschaftsmitglied zudem die Tageszeitung Junge Welt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Hickhack oder politische Differenzen? In: Die Tageszeitung. 29. September 1990, abgerufen am 27. Februar 2026.
  2. ↑ Mit Peter Zotl, Harald Wolf und Dirk Schneider für die PDS. In: Die Tageszeitung. 18. Oktober 1990, abgerufen am 27. Februar 2026.
  3. ↑ ... weil es eine Antikriegszeitung ist. In: Junge Welt. 24. Juni 2004, abgerufen am 27. Februar 2026.
Personendaten
NAME Steinborn, Sigrun
KURZBESCHREIBUNG deutsche Politikerin (PDS)
GEBURTSDATUM 3. Januar 1942
GEBURTSORT Guhrau, Kreis Guhrau, Provinz Niederschlesien