Beim Namen Silas, altgriechischΣίλαςSílas und ΣιλᾶςSilâs, handelt es sich um die griechische Variante von שְׁאִילָאšəʾîlāʾ, der aramäischen Form des hebräischen Namens שָׁאוּלšāʾūl. Dieser geht auf die Wurzel שׁאלšʾl „fordern, verlangen, bitten, wünschen, fragen“ zurück und stellt entweder ein Partizip Perfekt Passiv mit der Bedeutung „der Erbetene“ oder eine hypokoristische Kurzform mit der Bedeutung „[Gott/er] hat erbeten“ dar.
Verbreitung
In den USA war der Name Silas bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert mäßig beliebt. Jedoch sank seine Popularität bis in die 1960er Jahre hinein immer weiter. Insbesondere seit den 1990er Jahren nimmt die Beliebtheit des Namens wieder zu. Im Jahr 2011 erreichte er die Top-200 der Vornamenscharts. Seit 2020 zählt er zu den 100 meistgewählten Jungennamen. Im Jahr 2021 belegte er Rang 91.
In Dänemark zählte der Name von 2003 bis 2012 sowie im Jahr 2015 zu den 50 meistgewählten Jungennamen. Als höchste Platzierung erreichte er im Jahr 2010 Rang 21 der Hitliste.
In Deutschland wird der Name erst seit der Jahrtausendwende regelmäßig vergeben. Besonders verbreitet war er in den späten 2000er Jahren. Die bislang höchste Platzierung erreichte der Name in den Jahren 2008 und 2009, als er auf Rang 78 der Hitliste stand. Im Jahr 2022 stand der Name auf Rang 157 der Vornamenscharts.
Auch in Österreich wird der Name vor allem seit den 2000er Jahren vergeben. Im Jahr 2009 erreiche er mit Rang 275 die bislang höchste Platzierung. Zuletzt belegte er in den Vornamenscharts Rang 313 (Stand 2021). In der Schweiz zählte Silas im Jahr 2002 sowie von 2004 bis 2010 zu den 100 meistgewählten Jungennamen. Im Jahr 2021 stand er auf Rang 169 der Hitliste.
Varianten
Varianten des Namens sind שָׁאוּלšāʾūl und Saul.
Bei Silvanus (siehe Silvan) kann es sich um eine latinisierte Form von שָׁאוּלšāʾūl und damit eine Namensvariante handeln, dies ist jedoch nicht gesichert.
12Walter Bauer:Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur. Hrsg.: Kurt Aland, Barbara Aland. 6. Auflage. Walter de Gruyter & Co., Berlin/New York 1988, ISBN 3-11-010647-7, S.1500.
↑Wilhelm Gesenius:Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S.1307.
↑Wilhelm Gesenius:Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S.1306.