Skaby

Skaby
Gemeinde Spreenhagen
Koordinaten: 52° 19′ N, 13° 51′ OKoordinaten: 52° 19′ 20″ N, 13° 50′ 48″ O
Höhe: ca. 38 m ü. NHN
Postleitzahl: 15528
Vorwahl: 033633
Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Skaby ist ein Wohnplatz der Gemeinde Spreenhagen im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Der Wohnplatz entstand als Gutshof des Amtes Storkow und entwickelte sich später zu einem Gut mit angeschlossener Försterei.

Geografische Lage

Der Wohnplatz liegt südwestlich des Gemeindezentrums in einem ausgedehnten Waldgebiet. Der nördliche und westliche Teil steht als Swatzke- und Skabyberge unter Naturschutz. Im Süden verläuft die Bundesautobahn 12. Östlich liegen in einer Entfernung die Wohnplätze Hirsegarten, Pudel, Kerring und Winkel. Das Gelände liegt auf einer Höhe von rund 38 m ü. NHN.

Geschichte

Namensformen

Die überlieferten Namensformen lauten Schabig im Jahr 1693, Schabe, Sabe im Jahr 1753, Schabyluch im Jahr 1798, Schaby im Jahr 1805, Scaby im Jahr 1841 und Scabi, Schaby im Jahr 1861.

17. und 18. Jahrhundert

Skaby wurde vermutlich als Amtsvorwerk des Amtes Storkow im Friedersdorfer Forst angelegt. Die Ortslexikonüberlieferung bezeichnet den Ort 1693 und 1753 als Forststück beziehungsweise Luchgebiet. Um 1781 bestand das Vorwerk des Amtes Storkow bereits im Friedersdorfer Forst. 1798 umfasste das Vorwerk 537 Morgen Land, darunter 80 Morgen Acker, 126 Morgen Wiesen sowie 331 Morgen Gehege und Hutung.

19. Jahrhundert

1801 wird Skaby als Vorwerk und Torfgräberei zwischen Friedersdorf und Spreenhagen bezeichnet. Damals lebten dort 19 Einwohner; erwähnt werden ein Torfgräber und zwei Einliegerstellen. 1811 wurde das Vorwerk verpachtet. 1817 gehörte Skaby zum Vorwerk Friedrichshof. 1837 bestand das Vorwerk mit der Unterförsterei Skaby-Luch und vier Wohnhäusern. 1858 wurde Skaby als Gut mit einem Abbau (Torfhaus Skaby) beschrieben. Zum Gut gehörten drei Wohngebäude sowie vier Wirtschaftsgebäude, darunter zwei durch Dampf betriebene Schneckenmühlen. Die Försterei Skaby-Luch bildete einen Schutzbezirk des Forstreviers Friedersdorf. 1885 bestand das Gut mit drei Wohngebäuden; die Försterei gehörte weiterhin zum Gutsbezirk des Forstreviers Friedersdorf. 1895 wurden drei Häuser im Gut und ein Haus in der Försterei gezählt. Kirchlich war Skaby bis 1897 nach Friedersdorf eingepfarrt und wurde anschließend nach Spreenhagen umgepfarrt.

20. Jahrhundert

1900 umfasste das Gut 147 Hektar, darunter 28 Hektar Acker- und Gartenland, 95 Hektar Wiesen sowie drei Hektar Forst. 1927 wurde auf dem Gut ein Jugendheim St. Raphael eingerichtet. Im Jahr 1928 wurde der Gutsbezirk aufgelöst und mit Friedersdorf vereinigt. Seit 1931 wurde Skaby nur noch als Wohnplatz von Friedersdorf geführt; die Försterei bestand weiterhin.

1947 befand sich im Gut ein Kinderheim. 1957 war Skaby ein Wohnplatz von Friedersdorf im Kreis Königs Wusterhausen, während die Försterei als Wohnplatz der Gemeinde Spreenhagen im Kreis Fürstenwalde geführt wurde. 1977 bestand die Revierförsterei Skaby-Friedersdorf.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1801 19
1837 11
1858 31 (Gut) + 4 (Forsthaus)
1885 25 (Gut) + 13 (Forsthaus)
1895 31 (Gut) + 10 (Forsthaus)
1925 36

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Auflistung als Wohnplatz im Kommunalverzeichnis Brandenburg; abgerufen am 1. August 2026
  2. ↑ Skaby, Brandenburgviewer, abgerufen am 1. August 2026.
  3. 1 2 Joachim Schölzel: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil IX: Beeskow-Storkow. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1989, ISBN 3-7400-0104-6, S. 251.
  4. ↑ Joachim Schölzel: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil IX: Beeskow-Storkow. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1989, ISBN 3-7400-0104-6, S. 252.