
Skorta (griechisch τὰ Σκορτὰ, französisch Escorta) war der Name eines Historischen Territoriums, welches im 13. und 14. Jahrhundert bestand. In der Zeit der Frankokratia (Λατινοκρατία, Latinokratía, Frankenherrschaft) auf der Peloponnes bezeichnete er die bergige westliche Hälfte der Region Arkadien. Diese trennte die Küstenebenen des westlichen Elis und südwestlichen Messenien vom arkadischen Hochland im Landesinneren. Der Name findet sich hauptsächlich in den mehrsprachigen Ausgaben der Chronik von Morea. Er erscheint auch als Skodra und Skorda (Σκορδὰ, Σκοδρὰ) in der Chronik des Pseudo-Dorotheos von Monemvasia.
Der nördliche Teil dieses Gebiets um Akova war auch unter dem griechischen Namen Mesarea (Μεσαρέα) bekannt, eine in Griechenland gebräuchliche Bezeichnung für Orte im Landesinneren. In manchen Fällen, wenn er Mesarea gegenübergestellt wird, beschränkt sich der Begriff „Skorta“ auf den südlichen Teil um Karitena. Die Bevölkerung war für ihren rebellischen Charakter bekannt und unterwarf sich den fränkischen Fürsten von Achaia nie vollständig. Sie erhob sich häufig, unterstützt von den byzantinischen Griechen der Provinz Mystras. Infolgedessen wurden zwei der mächtigsten Baronien Achaias gegründet, um die Region zu kontrollieren: die Baronie Akova im Norden und die Baronie Karytaina (oder Skorta) im Süden.
Die Region Skorta erhob sich um 1302 gegen die Franken, nachdem Philipp von Savoyen neue Steuern für den lokalen griechischen Adel eingeführt hatte. Die Rebellen nutzten die Abwesenheit des Marschalls des Fürstentums, Nikolaus III. von Saint-Omer, der mit vielen Truppen in Thessalien im Feldzug war, und eroberten mit Hilfe der Byzantiner von Mystras die Burgen Saint-Helena und Crèvecoeur, die sie niederbrannten, und belagerten die Burg Beaufort. Als der Fürst jedoch mit den Truppen seiner Vasallen gegen die Griechen vorging, zogen sich diese zurück, und die fränkische Herrschaft über die Region wurde rasch wiederhergestellt.