Als Slashdot-Effekt oder Slashdotting wurde im englischsprachigen Netzjargon eine durch die Leser einer besonders populären Website oder eines populären Social-Media-Accounts verursachte Überlastung eines Webservers bezeichnet. Weitere Bezeichnungen im deutschsprachigen Raum waren zeitweise Heise-Effekt oder Twitter-Effekt.
Der Slashdot-Effekt oder das Slashdotting trat auf, wenn eine bisher wenig populäre Webseite von einem IT-Online-Magazin wie Slashdot oder heise aufgegriffen wurde und so binnen Minuten ein erheblicher Benutzeransturm auf die Webseite begann. Dieser führte oft dazu, dass erheblicher Datenverkehr verursacht wurde und der Server vorübergehend einzelne Anfragen nicht mehr oder nur noch sehr langsam beantworten konnte. Die Seite war dann „geslashdottet“ (englisch slashdotted).
Im deutschsprachigen Raum sprach man analog dazu auch vom Heise-Effekt („Server wurde geheist“) bei der Erwähnung einer Webseite bei heise online. Auch andere Nicht-IT-Online-Magazine (etwa tagesschau.de, Spiegel Online oder CNN) konnten ähnlichen Datenverkehr verursachen, wenn sie eine Webseite erwähnten, deren Server dem Ansturm nicht gewachsen war.
Große Webseiten, die von einer Server-Farm bedient wurden, hatten meistens keine Probleme mit dem erhöhten Datenverkehr. Es waren vor allem kleinere Einzel-Server, die einem Slashdot-Effekt zum Opfer fielen. Manchmal wurde der Slashdot-Effekt scherzhaft mit einem DDoS-Angriff verglichen. Um den Ansturm auf die betroffenen Seiten zu reduzieren, wurden von unabhängigen Seiten Mirrors angeboten in der Hoffnung, dass die Leser auf die Mirrors anstelle der Originalseite zugriffen. Koordiniert werden solche Projekte von Coral und MirrorDot.
Die Begriffe stammen aus den frühen 2000ern, als das Internet eine andere Struktur aufwies: Blogs, die von Einzelpersonen betrieben wurden, waren zu dieser Zeit weit verbreitet und Nutzerinteraktionen fanden hauptsächlich auf Forenseiten, wie auch auf Slashdot, statt. Heute wird Slashdot nur noch von einem Bruchteil der einstigen Nutzerbasis besucht und hat seine kulturelle Relevanz verloren. Mit dem Untergang traditioneller Foren und kleinen Blogseiten sowie dem Durchbruch von sozialen Medien über die 2010er Jahre ist auch der Begriff "slashdotting" oder "Heise-Effekt" ausgestorben.
Vereinzelt trifft man den englischen Begriff "Slashdot-Effekt" noch an, jedoch ist dieser aus dem aktiven Gebrauch der Nutzer verschwunden und wird heute hauptsächlich von IT-Firmen zum Beschreiben dieses Effektes genutzt.