Definition und Werte
Die Smarandache-Funktion
ist definiert als die kleinste natürliche Zahl, für die
die Fakultät von
teilt.
Formal ist
also die kleinste natürliche Zahl, für die gilt

Beispiele
Ist zum Beispiel der Wert
gesucht, ist die kleinste der Zahlen 1!, 2!, 3!, … zu suchen, die durch 8 teilbar ist. Da
und
und
nicht durch acht teilbar sind,
aber doch, ist
.
Allerdings ist etwa
, da die Zahl 7 keine der Zahlen 1!, 2!, …, 6! teilt, während sie 7! trivialerweise teilt.
Die ersten Werte sind:
| n |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
15 |
16 |
17 |
18 |
19 |
20 |
21 |
22 |
23 |
24 |
25 |
26 |
27 |
28 |
29 |
 |
1 (*) |
2 |
3 |
4 |
5 |
3 |
7 |
4 |
6 |
5 |
11 |
4 |
13 |
7 |
5 |
6 |
17 |
6 |
19 |
5 |
7 |
11 |
23 |
4 |
10 |
13 |
9 |
7 |
29 |
(*) Der Wert
wird von manchen Autoren auch als 0 definiert.
Eigenschaften
Trivialerweise gilt

da ja
auf jeden Fall
teilt.
Ein grundlegendes Resultat ist, dass Gleichheit in der obigen Ungleichung genau für prime
oder
eintritt:

Beweis:
: Sei
und
nicht prim. Dann ist
zu zeigen. Da
nicht prim ist, gibt es natürliche Zahlen
mit
. Wäre sogar
, so wäre
und man erhielte den Widerspruch
. Also ist
und daher
. Wäre
, so folgte
, also
und damit
, und man hätte erneut den Widerspruch
. Daher muss
sein und es folgt
.
: Ist
prim, so teilt
keine Zahl
für
, da
per def. nicht in
vorkommt. Daher gilt
.
ist klar.
Übrigens ergibt sich dadurch für
, die Anzahl der Primzahlen kleinergleich
und der Ganzzahlfunktion:
.
Nach Paul Erdős stimmt
mit dem größten Primfaktor von
überein für asymptotisch fast alle
, d. h. die Anzahl der Zahlen kleiner gleich
, für die dies nicht gilt, ist o(n).
Allgemein gilt ferner

und

wobei
für den größten Primfaktor von
stehe.
Ganz allgemein gilt
![{\displaystyle \mu \left(p_{1}^{\alpha _{1}}\cdot p_{2}^{\alpha _{2}}\cdot \ldots \cdot p_{n}^{\alpha _{n}}\right)=\max \left[\mu \left(p_{1}^{\alpha _{1}}\right),\mu \left(p_{2}^{\alpha _{2}}\right),\ldots ,\mu \left(p_{n}^{\alpha _{n}}\right)\right]}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/726b376452051f6e40e20dce41d75da213295242)
Für (gerade) vollkommene Zahlen
gilt außerdem (
)

Abwandlungen
Pseudosmarandache-Funktion
Die Pseudosmarandache-Funktion
ist die kleinste ganze Zahl, für die

also das kleinste natürliche
, für das gilt

(siehe auch Dreieckszahl, Gaußsche Summenformel)
Die ersten Werte sind
- 1, 3, 2, 7, 4, 3, 6, 15, 8, 4, 10, 8, 12, 7, 5, 31, 16, 8, 18, 15, … (Folge A011772 in OEIS)
Einige Eigenschaften:



sind nach oben hin unbegrenzt
hat unendlich viele Lösungen für 
konvergiert für alle 
Smarandache-Doppelfakultät-Funktion
Ersetzt man in der Definition die Fakultät durch die Doppelfakultät

so ist 
- die kleinste natürliche Zahl, die durch
teilbar ist.
Die ersten Werte für
sind
- 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 4, 9, 10, 11, 6, 13, 14, 5, 6, … (Folge A007922 in OEIS)
Smarandache-Kurepa-Funktion und Smarandache-Wagstaff-Funktion
Für die Smarandache-Kurepa-Funktion
wandle man die Fakultät nicht zur Doppelfakultät, sondern zu folgender Funktion ab:

Für prime
ist
analog die kleinste natürliche Zahl, sodass
durch
teilbar ist.
Die ersten Werte sind 2, 4, 6, 6, 5, 7, 7, 12, 22, 16, 55 und bilden Folge A049041 in OEIS.
Die Smarandache-Wagstaff-Funktion verwendet stattdessen

Smarandache-Ceil-Funktion
Die Smarandache-Wagstaff-Funktion k-ter Ordnung
schließlich ist als die kleinste natürliche Zahl definiert, für die
durch
teilbar ist.
Die ersten Werte:
 |
 |
|
| 1 |
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, … |
 |
| 2 |
1, 2, 3, 2, 5, 6, 7, 4, 3, 10, 11, 6, 13, 14, 15, … |
(Folge A019554 in OEIS) |
| 3 |
1, 2, 3, 2, 5, 6, 7, 2, 3, 10, 11, 6, 13, 14, 15, … |
(Folge A019555 in OEIS) |
| 4 |
1, 2, 3, 2, 5, 6, 7, 2, 3, 10, 11, 6, 13, 14, 15, … |
(Folge A053166 in OEIS) |