Smirnoff

Smirnoff (ursprünglich Smirnow) war eine 1886 in Moskau gegründete Wodka-Brennerei und ist heute eine Marke des britischen Spirituosenherstellers Diageo.

Geschichte

Pjotr Arsenjewitsch Smirnow (vor 1898)
Smirnoff Wodka

Die Wodka-Brennerei Smirnoff wurde 1886 von Pjotr Arsenjewitsch Smirnow in Moskau gegründet und war die erste Brennerei weltweit, die Holzkohle zum Filtern benutzte.

Wladimir Smirnow übernahm 1910 die Firma nach dem Tod seines Vaters Pjotr Smirnow. Während der Oktoberrevolution wurde die Brennerei konfisziert und die Familie musste nach Istanbul fliehen, wo Wladimir Smirnow eine neue Brennerei aufbaute. Vier Jahre später zog die Familie nach Lemberg; 1925 wurde eine zweite Brennerei in Paris eröffnet, die lateinische Schreibweise des Namens wurde nach der in Frankreich üblichen Transkription zu Smirnoff geändert. Ende der 1930er Jahre wurde der Wodka in die meisten europäischen Länder exportiert.

1934 verkaufte Wladimir Smirnow die Firma an Rudolph Kunett, der den Firmensitz in die USA verlagerte. Zu diesem Zeitpunkt war Wodka in den USA noch wenig bekannt, der Markt wurde von Whiskeys dominiert. 1941 schuf Heublein-Manager John Martin zusammen mit dem Wirt Jack Morgan vom Cock'n Bull Pub in Hollywood den Cocktail Moscow Mule aus Ingwerlimonade (ginger beer) und Smirnoff. Zur Vermarktung wurden an die Bars Kupferbecher mit Smirnoff-Logo verteilt, später wurde die Ingwerlimonade durch 7 Up ersetzt. Nach dem Krieg wurde Smirnoff zunächst auf dem US-amerikanischen Markt mit großem Aufwand beworben, und Wodka so zu einer weltweit beliebten Spirituose. Bereits im ersten 007-Film Dr. No (1962) konsumiert James Bond mehrfach Smirnoff, als Wodkatini oder on the rocks.

Mittlerweile gehört Smirnoff zu Diageo (einen Minderheitsanteil hält Alfa Group). 2012 wurden weltweit 26,3 Millionen 9-Liter-Einheiten abgesetzt, was die Wodka-Marke zur meistverkauften Premium-Spirituosenmarke der westlichen Welt machte.

In der Formel-1-Saison 2014 sponserte Smirnoff das Force-India-Team.

Varianten

Neben reinem Wodka vertreibt Diageo auch das wodkahaltige Alcopop-Getränk Smirnoff Ice mit Zitrone. Daneben gibt es weitere Smirnoff-Produkte, wie aromatisierten Wodkasorten mit Vanille, Himbeere, Orange, Heidelbeere, grünem Apfel und Zitrone sowie „Smirnoff Mule“ (Ingwerlimonade und Limette) und Kirsche.

Reiner Wodka wird unter verschiedenen Marken, z. B. dreifach destilliert als Smirnoff Red Label, angeboten. Die teuerste Marke ist Smirnoff Penka, die aus dem ‚Mittelschnitt‘ besteht, einen Alkoholgehalt von 40 Vol.-% aufweist und in 0,7-l-Flaschen verkauft wird.

Zudem gibt es noch den Wodka Smirnoff Blue Label, der dreifach destilliert und zehnfach durch Holzkohle filtriert wurde und mit 50 Vol.-%. der alkoholhaltigste Wodka der Firma ist. Smirnoff Black Label ist eine weitere Variante mit einem Alkoholgehalt von 40 Vol.-%., die durch die Copper Pot Still Destillation gewonnen wird.

Flaschennummern

Etikett Smirnoff Twisted V Green Apple

Jeder Smirnoff-Wodka hat eine eigene Identnummer, die auf dem Etikett angegeben ist:

Commons: Smirnoff – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 Smirnoff | The Oxford Companion to Spirits & Cocktails. Abgerufen am 6. Oktober 2026 (englisch).
  2. 1 2 Martin, John G. | The Oxford Companion to Spirits & Cocktails. Abgerufen am 6. Oktober 2026 (englisch).
  3. ↑ American Vodka History: Smirnoff In the USA. Abgerufen am 6. Oktober 2026 (englisch).
  4. ↑ Who Really Invented the Moscow Mule and Why Is It in a Copper Mug? 22. Juni 2024, abgerufen am 6. Oktober 2026.
  5. ↑ The History of How Vodka Became America's Spirit of Choice. 4. Juni 2025, abgerufen am 6. Oktober 2026.
  6. ↑ Top 25 Premium-Spirituosenmarken Welt 2013. In: Lebensmittelzeitung.net. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 25. Februar 2015; abgerufen am 17. Februar 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. ↑ Force India to carry Smirnoff sponsorship branding from 2014 Spanish GP. Abgerufen am 6. Oktober 2026 (englisch).
  8. ↑ Smirnoff to sponsor Mallya's Sahara Force India. In: The Spirits Business. 1. Mai 2014, abgerufen am 6. Oktober 2026 (amerikanisches Englisch).
  9. ↑ Smirnoff 21 Vodka | Classic Vodkas | Smirnoff. Abgerufen am 6. Oktober 2026 (britisches Englisch).