Sobekmose war der Sohn des Schreibers der Armee des Herrn der beiden Länder und des Hausvorstehers des Amun, Sobeknacht. Seine Mutter hieß Hatschepsut. Er begann seine Karriere als Schatzhausschreiber.
Sobekmose ist vor allem von seinem Grab bei El-Rizeiqat, südlich von Luxor bekannt. Das Grab wurde 1908 entdeckt und ausgegraben. Die mit versenkten Reliefs dekorierte Grabkammer wurde im gleichen Jahr an das Metropolitan Museum of Art in New York verkauft; Teile davon gingen 1954 an das Museum of Fine Arts, Boston. In den Inschriften der Grabkammer berichtet Sobekmose, dass er Alabaster aus Hatnub für Bauprojekte des Herrschers herbeibrachte. Von Sobekmose stammt eine Felsinschrift, die ihn vor dem Thronmamen von König Amenophis III. zeigt.
Felsinschrift des Sobekmose
Grabkammer des Sobekmose, The Metropolitan Museum of Art, New York, Inventar-Nr.08.201.4
Stele von Sobeknacht, Sobekmoses Vater, Museo Egizio, Turin, Inventar-Nr.Cat. 1625. Sobekmose erscheint hier als Schatzhausschreiber
Titel
Sobekmose trug neben seinem Amtstitel „Schatzhausvorsteher“ die Titel „Vorsteher der beiden Silberhäuser“ und „Vorsteher der beiden Goldhäuser“, was die ausführliche Titulatur eines Schatzhausvorstehers darstellt.
Ein weiterer Titel des Sobekmose belegt, dass er am Tempel des Herrschers von Luxor baute. Sobekmose ist im ersten Sedfest von Amenophis III., in dessen 30. Jahr belegt, was einen Hinweis auf seine Einordnung innerhalb der Regierungszeit des Herrschers bietet. Als sein Amtsnachfolger ist sein Sohn Sobekhotep Panehesi bezeugt, der schon im 36. Jahr des Herrschers im Amt war.
William C. Hayes: The Scepter of Egypt. A Background for the Study of the Egyptian Antiquities in The Metropolitan Museum of Art. Teil 2: The Hyksos Period and the New Kingdom (1675-1080 B.C.). Vierte revidierte Auflage, The Metropolitan Museum of Art, New York, 1990, ISBN 0-87099-580-4, S.269–271 und Abbildung 165 (Umzeichnung und Beschreibung der Südwand, teilweise Übersetzung der Inschriften) (online).
North and west walls of burial chamber of Sobek-mose. In: Sue D'Auria, Peter Lacovara, Catherine H. Roehrig: Mummies & Magic. The Funerary Arts of Ancient Egypt. Museum of Fine Arts, Boston / Dallas Museum of Art, Boston 1992 (revidierter Nachdruck), ISBN 0-87846-303-8, S.145–147 mit Umzeichnungen der Nord- und Westwand (Katalog-Nr.86) (Digitalisat (Teil 2 dieser Veröffentlichung) auf Academia.edu).
Horst Beinlich: Eine Stele des Nebseni und des Sobekmose von Er-Rizeikat. In: Studien zur altägyptischen Kultur. Band 19, 1992, S. 37–77 (Digitalisat).
Weblinks
Burial chamber of Sobekmose (Südwand und Teile der Ostwand von Sobekmoses Grabkammer), New York, The Metropolitan Museum of Art, Inventar-Nr. 08.201.4. Auf: metmuseum.org; abgerufen am 3. Mai 2026.
Walls from the burial chamber of Sobekmose (Nordwand von Sobekmoses Grabkammer), Boston, Museum of Fine Arts, Inventar-Nr. 54.648. Auf: collection.mfa.org; abgerufen am 3. Mai 2026.
↑H. Beinlich: Eine Stele des Nebseni und des Sobekmose von Er-Rizeikat. In: Studien zur altägyptischen Kultur. Band 19, 1992, S. 40.
↑William C. Hayes: The Burial Chamber of the Treasurer Sobk-mosĕ from er Rizeiḳāt (= The Metropolitan Museum of Art Papers. Nr.9.) The Metropolitan Museum of Art, New York 1939.
↑Übersetzung in Wolfgang Helck: Urkunden der 18. Dynastie. Übersetzung zu den Heften 17–22. (= Urkunden des ägyptischen Altertums – Deutsch). Akademie-Verlag, Berlin 1961, S.303 [Nr.685.A. Felsinschrift; B. Aus seinem Grab] (online).
↑Jacques de Morgan, Urbain Bouriant, Georges Legrain, Gustave Jéquier, Alexandre Barsanti: Catalogue des monuments et inscriptions de l'Égypte antique, publié sous les auspices de S.A. Abbas II Helmi par la direction générale du Service des antiquités [de l'Égypte]. Première série: Haute Ègypte. Tome premier: De la frontière de Nubie à Kom Ombo. Adolphe Holzhausen, Wien 1894, S.44 [Nr.2] (online).
↑Übersetzung in Wolfgang Helck: Urkunden der 18. Dynastie. Übersetzung zu den Heften 17–22. (= Urkunden des ägyptischen Altertums – Deutsch). Akademie-Verlag, Berlin 1961, S.304 [Nr.688] (online).