Claudia Solzbacher

Claudia Solzbacher in Rommersdorf, Bad Honnef (2020)

Claudia Solzbacher (* 11. August 1956 in Bonn-Beuel als Claudia Bünger) ist eine deutsche Erziehungswissenschaftlerin und Hochschullehrerin im Ruhestand an der Universität Osnabrück.

Werdegang

Claudia Solzbacher legte 1982 die erste Staatsprüfung für das Lehramt in Germanistik und Philosophie an der Sekundarstufe II an der Universität Bonn ab. Im Jahr 1986 schloss sie ihre Promotion in Erziehungswissenschaft zum Thema „Schulkritik in der Literatur des frühen zwanzigsten Jahrhunderts“ bei Erich E. Geissler und Josef Derbolav an der philosophischen Fakultät der Universität Bonn ab. Ihre Habilitation zum Thema „Politische Bildung im pluralistischen Rechtsstaat“ erfolgte dort 1992.

1993 vertrat Solzbacher den Lehrstuhl einer C4-Professur für Allgemeine Pädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Bonn, 1993 bis 1994 vertrat sie eine C3-Professur für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Allgemeine Didaktik (Primar- und Sekundarstufe I) an der Universität Koblenz, 1994 bis 1996 vertrat sie ebenda eine C3-Professur für Grundschulpädagogik und 1996 eine C4-Professur für Allgemeine Pädagogik an der Universität Duisburg.

Von 1997 bis zu ihrer Emeritierung im Oktober 2019 war Solzbacher C4-Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Schulpädagogik und u. a. geschäftsführende Leiterin des Instituts für Erziehungswissenschaft sowie Mitglied des Hochschulrates der Universität Osnabrück. Zudem war sie von 2008 bis 2016 Gründungsvorstand des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe) und leitete dort von 2008 bis 2016 die Forschungsstelle Begabungsförderung. Von 2012 bis 2016 war sie Vizepräsidentin des Deutschen Hochschulverbandes. Solzbacher ist u. a. seit 2010 Vorstand des internationalen Centrums für Begabtenförderung (ICBF) der Universität Münster und Mitglied des International Panels of Experts for gifted education (IPEGE) sowie seit 2007 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates und Vertrauensdozentin des Studienkollegs Begabtenförderung für Lehramtsstudierende der Stiftung der deutschen Wirtschaft (sdw). Seit 2018 ist sie Kooperationspartnerin des BMBF-geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekts „Leistung macht Schule“ (LemaS).

Solzbachers Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Begabungsförderung und individuellen Förderung sowie der Professionsforschung.

Forschungsprojekte (Auswahl)

Mitgliedschaften (Auswahl)

Schriften (Auswahl)

Aufsätze (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. 18. Ausgabe (2001). Bd. 3, S. 3086.
  2. ↑ Claudia Bünger-Kohn im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Abgerufen am 2. Juli 2024.
  3. 1 2 Curriculum Vitae Claudia Solzbacher. In: uni-osnabrueck.de. 21. März 2002, archiviert vom Original am 21. März 2002; abgerufen am 2. Juli 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. ↑ Claudia Bünger-Kohn: Schulkritik in der Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. (dnb.de [abgerufen am 2. Juli 2024]).
  5. ↑ Politische Bildung im pluralistischen Rechtsstaat. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 1994, ISBN 978-3-322-97292-7 (dnb.de [abgerufen am 2. Juli 2024]).
  6. ↑ Claudia Solzbacher. In: uni-osnabrueck.de. 31. Dezember 2002, archiviert vom Original am 31. Dezember 2002; abgerufen am 2. Juli 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. ↑ admin: Prof. Dr. Claudia Solzbacher. In: nifbe e.V. Abgerufen am 7. März 2026.
  8. ↑ Die Mitglieder des Studienkolleg-Beirats. Abgerufen am 22. August 2022.
  9. ↑ LemaS. Abgerufen am 22. August 2022.
Personendaten
NAME Solzbacher, Claudia
ALTERNATIVNAMEN Bünger, Claudia (Geburtsname); Bünger-Kohn, Claudia (früherer Name)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Schulpädagogin und Hochschullehrerin
GEBURTSDATUM 11. August 1956
GEBURTSORT Bonn-Beuel