Sommeraster

Sommeraster

Sommerastern-Sorten: Vorne ungefüllter Blütenstand, hinten gefüllte Blütenstände

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Astereae
Gattung: Callistephus
Art: Sommeraster
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Callistephus
Cass.
Wissenschaftlicher Name der Art
Callistephus chinensis
(L.) Nees

Die Sommeraster (Callistephus chinensis) oder Gartenaster ist die einzige Pflanzenart der Gattung Callistephus in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Als weiterer deutschsprachiger Trivialname ist für Bayern die Bezeichnung Todtenblume belegt.

Merkmale

Laubblätter der Sommeraster
Habitus
Sommeraster (Callistephus chinensis)
Sommeraster kultiviert in Korea

Die Sommeraster ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 90 Zentimeter erreicht. Der Stängel ist aufrecht, verzweigt und rau behaart. Die Laubblätter sind eiförmig-rhombisch und grob gesägt, die unteren sind gestielt, die oberen lanzettlich bis linealisch und sitzend.

Die körbchenförmigen Blütenstände befinden sich einzeln am Ende der Stängel. In den Blütenkörbchen befinden sich Zungen- (Strahlenblüten) und Röhrenblüten (Scheibenblüten).

Die Blütezeit reicht von August bis Oktober. Die Blütenbildung der Langtagpflanze wird durch eine Sonnenscheindauer von deutlich über 12 Stunden angeregt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.

Vorkommen

Die Sommeraster kommt in Japan, Korea und China an den Rändern von Laubwäldern vor. In China kommt sie vor in den Provinzen Gansu, Hebei, Heilongjiang, Henan, Jiangsu, Jilin, Liaoning, Innere Mongolei, Shandong, Shanxi, Sichuan, Xinjiang und Yunnan. Sie wächst dort in Höhenlagen zwischen 300 und 2700 Metern Meereshöhe. Als Zierpflanze gedeiht sie auf frischen, nährstoffreichen, locker-humosen Böden in warm-humider Klimalage. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 1 (ozeanisch).

Taxonomie

Die Sommeraster wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 877 als Aster chinensis erstbeschrieben. Die Art wurde 1832 von Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck in Genera et Species Asterearum Seite 222 als Callistephus chinensis (L.) Nees in die Gattung Callistephus gestellt. Die Sommeraster (Callistephus chinensis (L.) Nees) hat folgende Synonyme: Aster chinensis L., Callistemma chinense (L.) Skeels, Callistemma hortense Cass. und Callistephus hortensis (Cass.) Cass.

Nutzung

Die Sommeraster wird verbreitet als Zierpflanze für Sommerrabatten, Beeteinfassungen und Bauerngärten sowie als Schnittblume genutzt. Sie ist seit spätestens 1728 in Europa in Kultur. In China wird sie schon seit 2000 Jahren kultiviert. Es gibt rund 400 Sorten in ungefähr 9 Sortengruppen:

Belege

Einzelnachweise

  1. ↑ Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 50, online.
  2. ↑ Holger Seipel: Fachkunde für Gärtner/-innen. 10. Auflage. Dr. Felix Büchner, Hamburg 2018, S. 60.
  3. 1 2 Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 912.
  4. 1 2 Yilin Chen & Luc Brouillet: Callistephus Cassini., S. 36–38 – textgleich online wie gedrucktes Werk. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 20–21: Asteraceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010.
  5. 1 2 Callistephus chinensis im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  6. ↑ Callistephus chinensis (L.) Nees In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 31. Mai 2026.
  7. ↑ David John Mabberley: Mabberley’s Plant-Book. A portable dictionary of plants, their classification and uses. 3. ed. Cambridge University Press 2008. Seite 138. ISBN 978-0-521-82071-4
  8. ↑ Gerald Parolly: Asteraceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 778.
Commons: Sommeraster – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien