Song Dong

Song Dong, 2011

Song Dong, Kurzzeichen 宋冬 (* 1966 in Peking), ist ein chinesischer bildender Künstler, der sich durch Skulptur, Installation, Performance, Fotografie und Videokunst ausdrückt. Er gilt als Vertreter der Konzeptkunst.

Leben

Installation Waste Not aus Haushaltsgegenständen seines Elternhauses, Museum of Modern Art, New York City, 2006

Song (Familienname) wurde in Peking geboren. Sein Vater († 2002) war ein Ingenieur, der wegen unterstellter konterrevolutionärer Aktivität während der chinesischen Kulturrevolution in ein Umerziehungslager gesteckt worden war. So wurde Song vor allem von seiner Mutter Zhao Xiangyuan (1938–2009) aufgezogen, ein Kind aus einer vormals vermögenden Familie, die ihn und seine Schwester Hui zum Malen ermunterte und mit fortschreitendem Alter eine obsessive „Sammelwut“ entwickelte. Ihre Wohnung lag in der Stadt, war winzig und voller Haushaltsgegenstände. Song studierte bis 1989 am Department of Fine Arts der Capital Normal University in Peking. Die gewaltsame Niederschlagung des Volksaufstands am Tian’anmen-Platz war für ihn ein einschneidendes Erlebnis. Das Ereignis führte dazu, dass er die Malerei, die er studiert hatte, fortan aufgab. Zusammen mit der Künstlerkollegin Yin Xiuzhen (* 1963), die er 1992 heiratete, wandte er sich der Avantgarde in der bildenden Kunst zu und probierte experimentelle Formen der Kunst aus, etwa Performances und Videokunst. Song lebt und arbeitet in Peking.

Werke und Ausstellungen (Auswahl)

Eating the City, Installation in London, 2006

Auszeichnungen

Literatur

Commons: Song Dong – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Holland Cotter: The Collected Ingredients of a Beijing Life. Artikel vom 14. Juli 2009 im Portal nytimes.com, abgerufen am 13. Dezember 2015
  2. ↑ Doing Nothing Garden, Kurzdokumentation der Installation (Video im Portal youtube.com, 1:21 min)
Personendaten
NAME Song, Dong
KURZBESCHREIBUNG chinesischer bildender Künstler
GEBURTSDATUM 1966
GEBURTSORT Peking