Sorgschrofen

Sorgschrofen
Sorgschrofen und Zinken von Nordwesten
Sorgschrofen und Zinken von Nordwesten
Höhe 1636 m ü. A.
Lage Grenze Bayern, Deutschland / Tirol, Österreich
Gebirge Voralpen östlich der Iller, Allgäuer Alpen
Dominanz 3 km → Schönkahler
Schartenhöhe 575 m ↓ Sattel (1061 m ü. A.), 250 m nördlich des Geigerbühel (1091 m ü. A.)
Koordinaten 47° 33′ 21″ N, 10° 27′ 15″ OKoordinaten: 47° 33′ 21″ N, 10° 27′ 15″ O
Sorgschrofen (Bayern)
Sorgschrofen (Bayern)

Der Sorgschrofen (auch Steinenberg) ist ein 1636 m ü. A. hoher Berg in den Allgäuer Alpen. Eine Graterhebung des Sorgschrofens ist der Zinken (1613 m).

Staatsgrenzen

Seit dem Grenzvertrag zwischen Bayern und Österreich von 1844 und einem Ergänzungsvertrag von 1850 treffen am Gipfel des Sorgschrofen vier Grenzlinien je zweier deutscher und österreichischer Gemeinden in einem Quasi-Vierländereck zusammen:

Am Gipfel berührt die deutsch-österreichische Staatsgrenze also sich selbst, nachdem sie nördlich das Gebiet der zum Staatsgebiet Österreichs gehörenden Gemeinde Jungholz umschlossen hat. Da deren einzige Landverbindung zum Hauptgebiet des Landes Tirol in diesem Punkt besteht, handelt es sich funktionell um eine Exklave.

Besteigung

Der Sorgschrofen ist als Wanderberg beliebt. Er kann auf zwei Wegen bestiegen werden:

Der Weg über den Grat zum Hauptgipfel ist zwar bezeichnet und teilweise seilversichert, aber oftmals sehr ausgesetzt. Er kann bis weit ins Frühjahr vereist sein.

Literatur

Commons: Sorgschrofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Panorama vom Gipfel des Sorgschrofen, rechts im Bild der Gipfel des „Zinken“, 265 Meter entfernt im Südwesten und 22 Meter niedriger

Einzelnachweise

  1. ↑ Digitale Ortskarte Bayern des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung
  2. ↑ Österreichischer Kataster des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen
  3. ↑ Davon abweichend geben einige Tourenführer des Deutschen Alpenvereins aus dem Bergverlag Rother an, dass es auf dem Gipfel des Sorgschrofens einen 1 m breiten Verbindungskorridor von der Gemeinde Jungholz zum übrigen österreichischen Staatsgebiet gebe: Ernst Zettler, Heinz Groth: Allgäuer Alpen. 11. Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1979, ISBN 3-7633-1101-7, S. 401, Nr. 968; Dieter Seibert, Heinz Groth: Allgäuer Alpen. 15. Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1997, ISBN 3-7633-1126-2, S. 542, Nr. 2811; Dieter Seibert: Allgäuer und Ammergauer Alpen. 18. Auflage. Bergverlag Rother, München 2013, ISBN 978-3-7633-1126-2, S. 226, Nr. 970.