| Município de Sorriso Sorriso | ||
|---|---|---|
Stadtzentrum von Sorriso | ||
|
| ||
| Koordinaten | 12° 33′ S, 55° 43′ W | |
| Symbole | ||
| ||
| Gründung | 13. Mai 1986 | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Brasilien | |
| Bundesstaat | Mato Grosso | |
| ISO 3166-2 | BR-MT | |
| Região intermediária | Sinop (seit 2017) | |
| Região imediata | Sorriso (seit 2017) | |
| Höhe | 365 m | |
| Gewässer | Rio Teles Pires | |
| Klima | tropisches Savannenklima | |
| Fläche | 8.454,8 km² | |
| Einwohner | 124.665 (2025) | |
| Dichte | 14,7 Ew./km² | |
| Zeitzone | UTC−4 | |
| Website | www.sorriso.mt.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | |
| Kultur | ||
| Stadtfest | 13. Mai | |
Sorriso ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Mato Grosso im westlichen Zentrum des Landes. Sie liegt im Norden des Bundesstaates und gilt als eines der wichtigsten Zentren der Agrarproduktion Brasiliens, weshalb sie den Spitznamen „Hauptstadt der Landwirtschaft“ trägt. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 125.000 geschätzt.
Der Name der Stadt bedeutet wörtlich „Lächeln“, stammt aber eigentlich von den italienischen Einwanderern, die in der Region ausschließlich Reis anbauten: „nur Reis“ = „só riso“. Die Wörter verschmolzen schließlich zu dem Namen der Stadt.
Sorriso liegt im Norden von Mato Grosso auf einer Höhe von etwa 365 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde gehört zum Einzugsgebiet des Rio Teles Pires, eines wichtigen Nebenflusses des Amazonas.
Das Klima ist ein tropisches Savannenklima mit einer ausgeprägten Regenzeit im Sommer und einer Trockenzeit im Winter. Die Landschaft ist durch landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Reste von Cerrado-Vegetation geprägt.
Sorriso entstand im Zuge der landwirtschaftlichen Erschließung Nordmatogrossos in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Region wurde im Rahmen staatlicher und privater Kolonisationsprojekte besiedelt, wobei viele Siedler aus dem Süden Brasiliens zuzogen. Am 26. Dezember 1980 wurde das kleine Bauerndorf zum Bezirk erhoben und gehörte nun zur Gemeinde Nobres.
1986 wurde Sorriso offiziell zur Gemeinde erhoben. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Stadt rasant und wurde zu einem der wichtigsten Zentren der modernen Landwirtschaft in Brasilien.
Luiz Carlos da Rocha, einer der größten Drogenbarone Südamerikas, wurde zwischen dem 30. Juni und dem 1. Juli 2017 in Sorriso festgenommen. Die brasilianische Bundespolizei teilte mit, dass er hier „ein normales Leben führte und keine Angst hatte, verhaftet zu werden“. Er war seit 30 Jahren auf der Flucht und hatte sich einer Gesichtsoperation unterzogen.
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 125.600 Personen geschätzt. Die Bevölkerung ist überwiegend urban geprägt und wächst weiterhin stark durch Zuwanderung aus anderen Regionen des Landes. Ethnisch sind die meisten Einwohner gemischter Abstammung (50,3 %), gefolgt von Europäern (41,8 %) und Afrobrasilianern (7,9 %).
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 15.300 |
| 2000 | 35.605 |
| 2010 | 66.354 |
| 2022 | 110.635 |
| Volkszählungen | |
Sorriso gilt als eines der wichtigsten Zentren der brasilianischen Agrarindustrie und nimmt sogar Platz 1 bei der landwirtschaftlichen Produktion ein. Die Region gehört zu den größten Produzenten von Sojabohnen weltweit. Daneben werden auch Getreide und Baumwolle in großem Umfang angebaut.
Die Landwirtschaft erfolgt überwiegend in großflächigen, mechanisierten Betrieben. Ergänzt wird die Wirtschaft durch die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte, Logistik sowie Dienstleistungen. Die starke Exportorientierung prägt die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde. Der Sojaexport führt allerdings auch zu Landkonflikten mit zahlreichen Toten und großflächiger Abhölzung. Die Agrarindustrie übt großen Einfluss auf Justiz und Wirtschaft aus, was teilweise rechtsstaatliche Strukturen untergräbt.
Das sozioökonomische Entwicklungsniveau ist im landesweiten Vergleich sehr fortgeschritten. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2023 bei 124.271 R$ (knapp 23.000 Euro).
Sorriso gehört zum römisch-katholischen Bistum Sinop. Neben der katholischen Kirche sind freikirchlich-protestantische Gemeinden vertreten.