Sougwen Chung

Sougwen Chung (2023)

Sougwen Chung (chinesisch 鍾愫君 / 钟愫君, Pinyin Zhōng Sùjūn) ist eine chinesisch-kanadische Person, deren Werk Malerei, Robotik und künstliche Intelligenz umfasst.

Leben

Chungs Mutter ist Programmiererin und der Vater Opernsänger. Chung lernte Violine und Programmieren, lernte am MIT Media Lab 2014 und befasste sich mit Zeichenrobotern. Chung lebt in London und gründete dort das Studio Scilicet.

Künstlerische Arbeit

Chung zeichnet seit 2015 mit D.O.U.G.-Robotern (Drawing Operations Unit: Generation). Die zweite Generation aus dem Jahr 2017 basiert auf einem rekurrenten neuronalen Netz und trainiert mit mehr als 20 Jahren eigener Zeichnungen. Die Roboter imitieren und ergänzen dabei Chungs Pinselstriche in improvisierten Malaktionen. In der Arbeit Spectral werden die Bewegungen der Roboterarme durch Gehirnströme gesteuert.

Ausstellungen und Anerkennung

Im Jahr 2022 erwarb das Victoria and Albert Museum das Werk Memory (2017). Chung wurde 2023 in die Liste TIME100 AI aufgenommen. Im Jahr 2024 wurde Chungs Einzelausstellung Genesis in der Muffathalle in München gezeigt. 2026 zeigte Chung auf der Art Basel Hongkong die mit Hirnwellendaten geschaffene Bildrolle Recursion 0.

Commons: Sougwen Chung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ 當我們與機器共舞 鐘愫君:線性的詩意交錯. In: 典藏ARTouch. Abgerufen am 31. Oktober 2026 (chinesisch).
  2. 1 2 3 Artist Sougwen Chung wanted collaborators. So she designed and built her own AI robots. In: The Washington Post. 5. November 2020, abgerufen am 31. Oktober 2026 (englisch).
  3. 1 2 KI und Kunst von Sougwen Chung in der Münchner Muffathalle. In: Süddeutsche Zeitung. 19. August 2024, abgerufen am 31. Oktober 2026.
  4. 1 2 3 Where Does A.I. End and We Begin? In: The New York Times. 7. Dezember 2023, abgerufen am 31. Oktober 2026 (englisch).
  5. ↑ Sougwen Chung: meet the boundary-pushing pioneer of robot art. In: The Art Newspaper. 17. Januar 2025, abgerufen am 31. Oktober 2026 (englisch).
  6. ↑ The Algorithmic Gesture: Sougwen Chung’s MEMORY. In: Victoria and Albert Museum. 14. Dezember 2022, abgerufen am 31. Oktober 2026 (englisch).
  7. 1 2 'The human-machine creative entanglement': artist Sougwen Chung on her technology-based practice. In: The Art Newspaper. 26. März 2026, abgerufen am 31. Oktober 2026 (englisch).