Als Spannkreis (auch Spann-Kreis) werden die Bewunderer von Othmar Spann bezeichnet, wobei es sich um Anhänger seiner wissenschaftlichen Lehren handelt (Universalismus) und um Verfechter seiner politischen Ideen (Ständestaat). Anfangs handelte es sich um akademische Schüler von Spann, wie etwa Walter Heinrich, Hans Riehl oder Jakob Baxa. Später erweiterte sich der Kreis, auch über Österreich hinaus. In Düsseldorf wurde von 1933 bis 1936 ein Institut für Ständewesen betrieben. Nach dem Tode Spanns organisierte sich der Kreis in der Gesellschaft für Ganzheitsforschung.
Der Begriff Spannkreis wurde erstmals 1936 in einer internen, von Justus Beyer verfassten Schrift für den Sicherheitsdienst der SS verwendet. Darin werden Mitglieder von vier Gruppen des Kreises aufgelistet, denen Abweichungen vom und auch Gegenpositionen zum nationalsozialistischen Parteiprogramm vorgeworfen wurden. Beyer schrieb in seiner Expertise über das Institut für Ständewesen: