Spiegelmetall

Ein Spiegel aus Spiegelmetall, mit einem Durchmesser von 120 Zentimetern, der aus einem Teleskop von Wilhelm Herschel stammt.

Spiegelmetall (auch lateinisch Speculum ‚Spiegel‘) ist eine sehr harte, gut polierbare, weißliche Legierung, meist eine Bronzelegierung aus Kupfer, Zinn und Zusätzen anderer Metalle, welche die Härte und Polierbarkeit verbessern.

Legierungen

Einige für Spiegel verwendete Legierungen sind:

Verwendung

Aufgrund der guten Polierbarkeit ließen sich aus der Legierung Metallspiegel (Speculum) fertigen; selbst zur Herstellung von Hauptspiegeln von Teleskopen wurde es verwendet. Beispielsweise setzte Lord Rosse 1845 diese Legierung zur Fertigung des 1,8 Meter großen und 3,5 Tonnen schweren Spiegels des „Leviathan“ ein.

Nachteilig an der Legierung war, dass sie an der Luft vergleichsweise schnell anlief und dass so das Reflexionsvermögen nachließ; ein ständiges Nachpolieren der Spiegel war erforderlich. Metallspiegel wurden durch versilberte Glasspiegel mit deren Entwicklung durch Carl August von Steinheil und Léon Foucault, basierend auf einem Verfahren von Justus Liebig, 1859 abgelöst.

Literatur

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Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Spiegelmetall. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 15, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 138–138.