Die möglicherweise aus dem bernischen Seeland stammenden Spilmann erwirtschafteten mit dem Schmiedehandwerk und später Metallhandel ein grosses Vermögen, welches ihnen den Erwerb von Herrschaftsrechten und den Aufstieg in den Kreis der regierenden Familien ermöglichte. Im 15. und 16. Jh. stellten die Spilmann mehrere Venner und weitere bedeutende Stellen. Mit dem gleichnamigen Sohn des Venners Anton starben die Spilmann 1553 in der männlichen Linie aus. Die Herrschaft Kehrsatz vererbte sich an die Michel und Bonstetten.
Im Berner Münster besass Anton Spilmann (III.) durch Erbe bis zur Reformation die Kollatur des Schopfer-Altars. In der Bulzinger-Kapelle (auch Metzgern-Kapelle) befindet sich eine Grabplatte mit dem Allianzwappen Anton Spilmann (III.) und Dorothea Ross.
Im Bernischen Historischen Museum befindet sich eine um 1525 entstandene Renaissance-Truhe mit den Wappen der Eheleute Hans Rudolf Nägeli und Jakobea Spilmann.
Roland Gerber: Gott ist Burger zu Bern. Eine spätmittelalterliche Stadtgesellschaft zwischen Herrschaftsbildung und sozialem Ausgleich, Weimar 2001.
Cäsar Menz, Hugo Wagner (Red.): Niklaus Manuel Deutsch. Maler, Dichter, Staatsmann, (Ausstellungskatalog) Kunstmuseum Bern, Bern 1979.
Luc Mojon: Das Berner Münster. Die Kunstdenkmäler der Stadt Bern, Bd. IV., Basel 1960.
Heinrich Türler: Die Altäre und Kaplaneien des Münsters in Bern vor der Reformation. In: Neues Berner Taschenbuch auf das Jahr 1896, S. 70–118. Digitalisat
Paul Wäber: Die Familie Spilmann in Bern und ihre Schicksale. In: Neues Berner Taschenbuch auf das Jahr 1928, S. 81–126 Digitalisat
Einzelnachweise
↑NBT 1896, S. 92; Anton Spilmanns (III.) Gattin Dorothea Ross hatte Verena Schopfer zur Mutter.