Ein Schallbecher, auch Schallstück, Schalltrichter oder Stürze ist das sich erweiternde untere Ende der Röhre bei einem Blasinstrument. Die unterschiedliche Form und Größe eines Schallbechers hat einen wesentlichen Einfluss auf die Klangfarbe des Musikinstruments.

Bei einem Holzblasinstrument ist der Schallbecher meistens zylindrisch (so bei der modernen Querflöte) oder konisch (bei der Oboe oder Klarinette). Die Oboe mit konischem Schallbecher klingt offen und hell, die Oboe d’amore mit birnenförmigen Liebesfuß klingt gedeckter und stärker näselnd. Ein sehr weiter, konischer Schallbecher dient bei einigen Instrumenten primär der Klangformung (Schalmei, Zurna), bei anderen Instrumenten primär dekorativen Zwecken (Borduntrichter an der Marktsackpfeife).

Bei Blechblasinstrumenten entspricht der Schallbecher (die Stürze) dem letzten sich stark trichterförmig erweiternden Ende des Schallstücks. Der Öffnungswinkel des Schallbechers hat Einfluss auf den Obertongehalt des Klanges bei dem jeweiligen Instrument. Grundlegend kann gesagt werden:
Die Länge des eigentlichen Schallstücks ist fertigungstechnisch bedingt, anschließende Teile werden bei größeren Instrumenten oft als Anstoß oder Bügel bezeichnet oder sind direkt als Stimmzug ausgeführt.
Grundlegenden Einfluss auf den exakten Intervallabstand innerhalb der Naturtonreihe hat auch die Mensur des Schallstückes, abhängig von seiner prozentualen Länge im gesamten Instrument:
Das Schallstück bei dem Waldhorn ist mitunter abschraubbar ausgeführt. Das dient der leichteren Transportierbarkeit, da das Instrument somit kompakter verpackt werden kann.