| Chinesische Wild-Birne | ||||||||||||
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Chinesische Wild-Birne (Pyrus calleryana) im Morton Arboretum, Lisle, Illinois | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pyrus calleryana | ||||||||||||
| Decne |


Die Chinesische Wild-Birne (Pyrus calleryana) ist eine Art der Gattung Birnen (Pyrus) in der Unterfamilie der Kernobstgewächse (Pyrinae) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Das Kultivar 'Chanticleer' ist auch als Stadtbirne bekannt.
Die Chinesische Wild-Birne ist ein sommergrüner, eher kleinerer Baum, der Wuchshöhen von 5 bis 8 Meter erreicht, mit einer anfangs regelmäßig kegelförmigen Krone. Die Kurztriebe sind häufig mit Dornen besetzt. Die Triebe sind anfangs filzig, später kahl, oder von Beginn an klebrig. Die Knospen fein behaart.
Die breit eiförmigen, fein gekerbten Laubblätter sind 4 bis 8 Zentimeter lang, dünn lederig, zugespitzt, an der Basis abgerundet oder keilförmig. Sie sind an der Oberseite kahl und auf der Unterseite heller. Ihr schlanker Stiel ist zwei bis vier Zentimeter lang, anfangs filzig, später klebrig. Die Herbstfärbung ist dunkelbraunrot und glänzend. Der Blütenstand besteht aus sechs bis zwölf Blüten, die einem kurzen, dicht behaarten oder klebrigen Blütenstandstiel entspringen. Die Blüten werden 1,6 bis 1,9 Zentimeter groß, der Blütenstiel ist klebrig bis filzig, 1,9 bis 2,1 Zentimeter lang, der verwachsene, leicht becherförmige Kelch ist breit und klebrig, die einzelnen Kelchblätter schmal dreieckig und innen wollig behaart. Die Kronblätter sind breit eiförmig bis beinahe rund mit einem kurzen Haken. Es sind 20 Staubblätter vorhanden.
Die Früchte sind klein und kugelig, meist nur ein Zentimeter groß, schwärzlich braun und hell punktiert. Der Kelch ist hinfällig und der Stiel ist dünn.
Der Kultivar 'Chanticleer' kann deutlich größer bis 15 Meter werden, wobei die schmal kegelförmige Krone nur bis 4 Meter breit wird. Die Blätter bleiben im Herbst lange haften und verfärben sich gelb, orange, scharlach- und purpurrot.
Die Heimat der Chinesischen Wild-Birne sind große Teile Süd- und Südostchinas, Vietnam und Japan. Eingeführt ist die Art in Nordamerika, Australien und Europa. Sie besiedelt trockene bis frische Wälder, verträgt schwach sauren bis stark alkalischen Boden, mag sonnige Standorte, ist wärmeliebend und meist frosthart bis Winterhärtezone 6a.
Die Chinesische Wild-Birne wird selten gepflanzt, in Europa vor allem das Kultivar 'Chanticleer' und ist mit Einschränkungen als Straßenbaum geeignet. Er ist gebietsweise anfällig für den Birnengitterrost und feuerbrandgefährdet. In Nordamerika ist neben 'Chanticleer' auch das Kultivar 'Bradford' weit verbreitet.
Pyrus calleryana wurde erstmals 1872 von Joseph Decaisne beschrieben anhand eines Exemplars, das der französische Missionar Joseph-Marie Callery gesammelt hatte.
Folgende Varietäten sind akzeptiert: