Die Theorien zu der Stadtentstehung liefern theoretische Ansätze für die Entstehung einer Stadt.
Es gibt viele solche Ansätze, zum Beispiel von von Below, Ennen, Gierke, Haase, Keutgen, Pirenne, Planitz, Rietschel und Stoob.
Für die Geografie sind die vier Stadtentstehungstheorien von Harold Carter von zentraler Bedeutung.
Eine Stadtentstehung geht meistens nicht auf eine einzige Ursache, sondern auf eine Kombination zurück.
Diese Theorie fußt auf der örtlich begrenzten Verfügbarkeit von Wasser als Grund der Stadtentstehung. Sie wird von Carter auf den Trockenraum des vorderen Orients und den Norden des indischen Subkontinents angewandt.
Markt- und Handelswachstum bilden die Grundlage dieser Stadtentstehungstheorie. Kaufmannssiedlungen sind das typische Beispiel.
Hier findet die Stadtentstehung um ein räumlich fixiertes Heiligtum statt. Die Hindustädte sind beispielsweise oft Kombinationstypen aus theologischer und hydraulischer Stadtentstehung.
Hier ist das Schutzbedürfnis der Bevölkerung der Antrieb und eine Schutzgabe (zum Beispiel durch den Bau einer Mauer um die Siedlung) der Stadtentwicklungsanstoß.