

Die evangelische, denkmalgeschützte Stadtkirche Seelow steht in Seelow, der Kreisstadt des Landkreises Märkisch-Oderland von Brandenburg. Sie gehört zum Kirchenkreis Oderland-Spree der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
Die klassizistische Saalkirche wurde 1830–1837 nach einem Entwurf des Bauinspektors Siedler unter maßgeblicher Beteiligung von Karl Friedrich Schinkel nach dem Einsturz eines frühgotischen Vorgängerbaus neu errichtet. Sie besteht aus einem Langhaus, das mit einem Satteldach bedeckt ist und einer halbkreisförmigen Apsis, die von Treppentürmen flankiert wird, die ehemals als Zugang zu den Emporen des Innenraums dienten.
Im Westen ist der Kirchturm angefügt, der von einem vierseitigen Knickhelm bekrönt wird. Das oberste Geschoss des Kirchturms sitzt der Glockenstuhl; im Geschoss darunter befindet sich die Turmuhr. Der Turm wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Wehrmacht gesprengt. Ein durch die nachfolgenden Angriffe vom 16.–18. April 1945 hervorgerufener Brand vernichtete das Dachwerk und das hölzerne Inventar des Langhauses; es blieben nur noch die Außenwände stehen. Das Langhaus wurde in mehreren Abschnitten bis 1959 mit veränderter Innenraumgestaltung wieder aufgebaut. Die Rekonstruktion des Kirchturms erfolgte erst 1997/1998 mit Hilfe einer Spende des in Seelow geborenen Unternehmers Werner Otto. Im Anschluss wurde die Kirche bis 2002 saniert.
Die seit 2010 in der Kirche befindliche Orgel auf der oberen Empore wurde 1893 von den Orgelbauern Bryceson gebaut.
Koordinaten: 52° 31′ 59,7″ N, 14° 22′ 50,1″ O