Station Rose

Station Rose (kurz STR) ist ein audiovisuelles Künstlerduo und zählt zu den Pionieren der digitalen Kunst. 1988 haben Elisa Rose (Medienkünstlerin, geb. 1959 in Linz) & Gary Danner (Musiker, Medienkünstler, geb. 1959 in Linz) Station Rose in Wien als öffentliches Multimedialabor gegründet, nachdem beide die Universität für Angewandte Kunst in Wien mit Diplom (Magisterium) absolviert hatten.

Das Werk von „Station Rose“ lässt sich in die Kategorien Medienkunst, Performancekunst, digitale Kunst, Videokunst, Computerkunst, Netzkunst und Elektronische Musik einordnen.

Aktivitäten

Von der Gründung der Station an reichte das Spektrum der STR-Aktivitäten von CD-, Vinyl-, DVD- und CD-ROM-Produktionen, über Kunstproduktion und Forschung zum Thema Virtuelle Realitäten und dem Kuratieren von Symposien bis zu Vorlesungen und Performances, Ausstellungen in Galerien, Museen, an Universitäten und im Underground.

1988/89 betrieb STR für 8 Monate multimediale Feldforschung (Post-graduate-Stipendium) mit Computer, Scanner & Sampler in Cairo/Ägypten („Station im Aussendienst“).

Station Rose veranstaltete 1989 die ersten Technoevents in Wien („Gunafa Clubbing“), übersiedelte 1991 nach Frankfurt am Main, und ging gleichzeitig online.

Bei ihren Gunafa Clubbings verwendeten sie ab 1992 das Internet als Element ihrer audiovisuellen Liveperformances. Die Echtzeitkommunikation zwischen global zugeschalteten Usern wurde dabei auf die Wände des Frankfurter Technoclubs „XS“ projiziert. Dazu wurden Sounds & Visuals in Echtzeit am Computer gespielt.

1995 erhielt STR den Prix Ars Electronica (honorable mention). Im gleichen Jahr prägten sie den Begriff „Digital Bohemian“. 1996-1998 hatten sie einen Künstlervertrag mit Sony Music. 1996–1998 waren sie Teil des Virtual-Community-Projektes „Electric Minds“ von Howard Rheingold. 1998 erschien das von ihnen gestaltete Buch „1st Decade“. Seit 1999 webcasten STR auf www.stationrose.com.

2002–2004 teilten sich Rose und Danner eine Professur an der Hochschule Darmstadt (Media Production). Von 2002 bis 2006 wurde die einstündige Sendung „Station Rose - Best of Webcasting“ wöchentlich im hr-fernsehen/ARD Digital ausgestrahlt (gesamt ca. 31 Stunden audiovisuelle Kompositionen). Dazu erschienen 2005 die CD und DVD „Best of Webcasting“.

Als eine der ersten Künstlergruppen weltweit lotete Station Rose die Möglichkeiten der interaktiven Medien und des Internets aus. Audiovisuelle Performances in Kunstgalerien und Universitäten stehen gleichberechtigt neben Aktionen auf Medienfestivals und Events im Clubbereich/Underground im Werkverzeichnis der Gruppe. Webcasting und Live-Streaming spielen dabei eine hervorgehobene Rolle.

Nachdem Elisa Rose und Gary Danner insgesamt 20 Jahre im Ausland lebten, mit Hauptwohnsitz in Frankfurt am Main, kehrten sie 2011 nach Wien zurück.

Performances, Installationen und Vorlesungen (Auswahl)

Netzprojekte

Einzelausstellungen (Auswahl)

Diskografie (inkl. CD-ROMs und DVD)

Vertrieb: Sony.

Hörspiele

Kuratorische Projekte

Forschung und Lehre

Fernsehen

Literatur