Stefan Hock

Stefan Hock (geboren 9. Jänner 1877 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben 19. Mai 1947 in London) war ein österreichischer Literaturhistoriker und Dramaturg.

Leben

Stefan Hock war ein Sohn des Augenarztes Jakob Hock und der Therese Zitter, ein Onkel war der Literat Ludwig August Frankl. Er besuchte das Piaristengymnasium, studierte deutsche und romanische Philologie an der Universität Wien und wurde 1900 promoviert. Er habilitierte sich 1905 in Wien für Neuere deutsche Literaturgeschichte und arbeitete als Kulturjournalist. Er heiratete 1911 Marie Lattermann, die in ihrem Schreibbüro Typoskripte unter anderem für Arthur Schnitzler erstellt hatte. Sie hatten zwei Kinder. Ab 1919 arbeitete er als Dramaturg am Burgtheater Wien. Ab 1921 war er bei Max Reinhardt Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ging 1924 mit Reinhardt nach Wien, wo er am Josefstädter Theater wirkte. 1934/35 war er am Raimundtheater Theatermanager bei Paul Barnay. Hock lebte seit 1935 in Großbritannien und emigrierte nach dem Anschluss Österreichs 1938 endgültig.

Hock veröffentlichte unter anderem Werke von Leopold Kompert (1906) und Anastasius Grün (1907) und war 1911 Herausgeber und Kommentator von Grillparzers Werken. Im Jahr 1919 editierte er die Antologie „Lyrik aus Deutschösterreich vom Mittelalter bis zur Gegenwart“. Er übersetzte Dramen aus dem Englischen, Französischen, Italienischen und Russischen ins Deutsche.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Hock, Stefan
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Literaturhistoriker und Dramaturg
GEBURTSDATUM 9. Januar 1877
GEBURTSORT Wien
STERBEDATUM 19. Mai 1947
STERBEORT London