Stefan Vidal (* 1. Juni 1950 in Hamburg) ist ein deutscher Agrarentomologe und emeritierter Hochschullehrer für Agrarentomologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Er ist Editor-in-Chief des Journal of Applied Entomology.
Vidal studierte Biologie an der Philipps-Universität Marburg. 1988 wurde er an der Universität Hamburg promoviert. Nach seiner Habilitation 1996 wurde er 1997 auf eine Professur für Agrarentomologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen berufen. 1999 wechselte er an die Georg-August-Universität Göttingen.
Vidal befasst sich in seiner Forschung insbesondere mit multitrophischen Interaktionen zwischen Kulturpflanzen, Pathogenen, herbivoren Insekten und deren natürlichen Gegenspielern sowie mit Wechselwirkungen zwischen endophytischen Pilzen, Pflanzen und Insekten.
Im Jahr 2003 ordnete Vidal in einem Interview des Informationsportals bioSicherheit die Ausbreitung und Bekämpfung des Westlichen Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera virgifera) sowie verschiedene Bekämpfungsstrategien aus wissenschaftlicher Perspektive ein.
Als Teilprojektleiter war Vidal am vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt LEGATO beteiligt. In einem Wissenschaftsporträt wird er als Göttinger Agrarentomologe genannt, der die natürliche Regulation von Reisschädlingen (u. a. über Parasitoide) in südostasiatischen Reisanbausystemen untersuchte.
In der Datenbank GEPRIS der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sind mehrere abgeschlossene Projekte aufgeführt, an denen Vidal als Antragsteller oder Teilprojektleiter beteiligt war.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vidal, Stefan |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Agrarentomologe und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 1. Juni 1950 |
| GEBURTSORT | Hamburg |