
Steffen Marx (* 26. Mai 1969 in Nordhausen, DDR) ist ein deutscher Bauingenieur und Hochschullehrer.
Marx studierte Bauingenieurwesen von 1990 bis 1995 an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar und schloss mit dem Diplom ab. Von 1995 bis 1999 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar, Professur Massivbau. 2000 erfolgte die Promotion in Weimar unter Erich Raue zum Thema: „Anwendung der mathematischen Optimierung bei der geometrisch und physikalisch nichtlinearen Analyse von Stahlbetontragwerken“.
Es folgten verschiedene Stationen in der freien Wirtschaft und ein Aufenthalt an der University of California, San Diego, Visiting Professor, (Marie Curie International Outgoing Fellowship) von 09/2010 bis 05/2011. Seit 2011 ist Marx Gründer und Gesellschafter der Firma MKP GmbH mit den Schwerpunkten Planung, Diagnostik und Monitoring. Ab 2020 besetzte Marx die DB Netz AG-Stiftungsprofessur für Ingenieurbau (Fortführung ab Februar 2025 unter dem Namen DB InfraGO-Stiftungsprofessur für Ingenieurbau) am Institut für Massivbau der TU Dresden. Im Oktober 2024 trat Marx die Nachfolge von Manfred Curbach an und wurde Direktor des Instituts für Massivbau der TU Dresden.
Seit August 2022 ist er der Koordinator des DFG-Schwerpunktprogramms (SPP) 2388 „Hundert plus – Verlängerung der Lebensdauer komplexer Baustrukturen durch intelligente Digitalisierung“. Im Juli 2024 übernahm Marx die Funktion des Sprechers in der zweiten Förderphase des DFG-Sonderforschungsbereichs Transregio 280: Konstruktionsstrategien für materialminimierte Carbonbetonstrukturen – Grundlagen für eine neue Art zu bauen.
Forschungsschwerpunkte von Steffen Marx sind neben Konstruktionsentwicklungen für Eisenbahnhochgeschwindigkeitsbrücken und Windenergieanlagen, Resonanzeffekte und Ermüdungserscheinungen von Betonkonstruktionen sowie Bauwerkmonitoring und die experimentelle Bauwerksuntersuchung.
Im Zusammenhang mit dem teilweisen Einsturz der Carolabrücke in Dresden am 11. September 2024 wurde Steffen Marx von der Landeshauptstadt Dresden mit den Untersuchungen zur Einsturzursache beauftragt. Marx stellte am 11. Dezember 2024 öffentlich das Zwischenergebnis der Ursachenforschung vor und informierte über die aktuellen Erkenntnisse zum Zustand der verbliebenen Brückenzüge A und B. Die Ergebnisse wurden im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften in einer öffentlich verfolgbaren Sondersitzung erläutert und den Stadträten übermittelt.
| Personendaten | |
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| NAME | Marx, Steffen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bauingenieur und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 26. Mai 1969 |
| GEBURTSORT | Nordhausen, Deutsche Demokratische Republik |