
Als Leuchte, fachsprachlich gelegentlich auch Luminaire (französisch für ‚Leuchte‘), wird eine Vorrichtung bezeichnet, in die ein Leuchtmittel fest eingebaut ist oder eingebaut werden kann und die zur Beleuchtung dient. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Leuchten meist als „Lampen“ bezeichnet, nach DIN 5039 ist die Lampe jedoch das Leuchtmittel, zum Beispiel die Glühlampe, die LED-Lampe oder die Leuchtstofflampe.
Im übertragenen Sinn wird der Begriff auch zur Beschreibung eines klugen Menschen verwendet.
Leuchten gibt es in verschiedenen Bauarten wie Deckenleuchten (als Deckenbogen und Deckenkrone), Wandleuchten (als Balkenleuchte), Tischleuchten (wie Schreibtischleuchten und Nachttischleuchten), Standleuchten, Straßenleuchten. Sie können fest installiert oder mobil sein. Sie können elektrisch aus dem Stromnetz, mit Akkumulatoren oder mit Batterien, aber auch mit Gas betrieben werden.
Elektrische Leuchten mit wechselbaren Leuchtmitteln sind neben der Nennspannung für eine maximale elektrische Leistung spezifiziert, um den maximalen Strom und die maximale Erwärmung nicht zu überschreiten. Manche Leuchtmittel sind nicht universell austauschbar (z. B. Gasentladungslampen). Solche Leuchten enthalten in der Regel einen auf das Leuchtmittel abgestimmten Sockel oder die Bauform der Leuchte verhindert den Einbau ungeeigneter Leuchtmittel. Dies betrifft beispielsweise Langfeldleuchten für Leuchtstofflampen, LHGL-Wannen, Straßenleuchten oder Bau- und Stadionbeleuchtungen, allerdings sind verschiedene Leuchtmittel oftmals so gebaut, dass sie in denselben Sockel passen und damit austauschbar sind (z. B. herkömmliche Glühlampen und LEDs oder Kompaktleuchtstofflampen)
Weitere Kenngrößen von Leuchten sind deren Abstrahlcharakteristik (Richtcharakteristik) sowie der minimale Abstand brennbarer Gegenstände. Sowohl bei Glühlampen als auch bei Gasentladungslampen ist manchmal die Betriebslage vorgeschrieben. Weiterhin wird der Leuchtenbetriebswirkungsgrad (englisch Light Output Ratio – LOR) für eine Leuchte angegeben. Dabei handelt es sich um das Verhältnis des von einer Leuchte ausgegebenen Lichtstroms zum Lichtstrom aller Leuchtmittel innerhalb dieser Leuchte. Dieser Wert beschreibt also, welcher Anteil des innerhalb der Leuchte emittierten Lichtes tatsächlich außerhalb genutzt werden kann; typische Werte liegen für konventionelle Leuchten zwischen 50 und 70 %; LED-Strahler erreichen aufgrund der gerichteten Lichtemission Werte über 90 %. Zusätzlich können die Komponenten DLOR (Down Light Output Ratio) und ULOR (Upper Light Output Ratio) angegeben werden. Damit wird die Verteilung des Lichtstroms einer Leuchte im oberen und unteren Halbraum verdeutlicht.
In hochwertigen Leuchten werden Reflektoren (bisweilen in Verbindung mit optischen Linsensystemen) eingesetzt, um das vom Leuchtmittel abgestrahlte Licht möglichst präzise auf die zu beleuchtenden Oberflächen zu lenken und dadurch den Energieverbrauch von Lichtanlagen zu senken. Ebenfalls wichtig ist eine gute Kühlung der Vorschaltgeräte, da dadurch ebenfalls die Leistungsaufnahme verringert und die Lebenserwartung der Vorschaltgeräte deutlich verlängert wird. Auch der Wirkungsgrad von Lampen ist temperaturabhängig, sodass eine Leuchte je nach Bedarf die eingesetzten Lampen kühlen (durch Belüftungsöffnungen) oder warm halten (durch geschlossene Leuchten) sollte.
Je nach Bauart oder Befestigung werden verschiedene Leuchten- bzw. Lampenarten unterschieden: z. B. Wandleuchten oder Deckenleuchten, Deckenfluter, Tischleuchten oder LED-Strips Schreibtisch- oder Nachttischlampen Zudem wird unterschieden nach Leuchten für den Außenbereich und Leuchten für das Innere von Gebäuden. Eine besondere Bedeutung kommt den Kronleuchtern in Schlössern und Kirchen zu.
| Abbildung | Leuchtenart | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Deckenfluter | Strahlt das Licht überwiegend zur Decke und erzeugt dadurch vor allem indirekte Beleuchtung. | |
| Deckenleuchte | Wird unmittelbar an oder in der Decke montiert und dient meist der allgemeinen Raumbeleuchtung. | |
| Deckenstrahler | Gibt gerichtetes Licht ab und wird häufig zur gezielten Beleuchtung einzelner Bereiche oder Objekte eingesetzt. Er kann unmittelbar an der Decke oder an einem Schienensystem montiert sein. | |
| Einbauleuchte | Wird in Decken, Wände oder andere Bauteile eingelassen, sodass vor allem die Lichtaustrittsöffnung sichtbar bleibt. | |
| Kronleuchter | Mehrflammige, meist dekorativ gestaltete Deckenleuchte, die häufig frei im Raum hängt. | |
| Pendelleuchte VP Globe von Verner Panton (1969) | Wird von der Decke abgehängt und kann Licht direkt, indirekt oder in beide Richtungen abgeben. | |
| Stehleuchte | (Schweiz: Ständerlampe) Freistehende und in der Regel ortsveränderliche Leuchte zur allgemeinen, ergänzenden oder akzentuierenden Beleuchtung. | |
| Tischleuchte (Tiffany) um 1900 | ||
| PH-Tischleuchte von Poul Henningsen (1941) | Kleine ortsveränderliche Leuchte zur Beleuchtung begrenzter Bereiche oder als zusätzliche Raumbeleuchtung. | |
| Schreibtischleuchte Anglepoise | Dient der gezielten Beleuchtung einer Arbeitsfläche und ist häufig in Position und Ausrichtung verstellbar. | |
| Schreibtischleuchte Banker-Lampe | ||
| Wandleuchte | Wird an einer Wand montiert und kann der allgemeinen, indirekten oder akzentuierenden Beleuchtung dienen. |
Quelle für die Anmerkungen zu den Leuchtenarten:
Für weitere Leuchten siehe Kategorie:Leuchte.