Steide

Steide
Gemeinde Salzbergen
Koordinaten: 52° 18′ N, 7° 19′ OKoordinaten: 52° 18′ 30″ N, 7° 19′ 22″ O
Fläche: 13,29 km²
Einwohner: 495 (20. Jan. 2026)
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 48499
Vorwahl: 05976
Steide (Niedersachsen)
Steide (Niedersachsen)
Lage von Steide in Niedersachsen

Steide ist ein Ortsteil der Gemeinde Salzbergen im niedersächsischen Landkreis Emsland. Bis 1974 bildete Steide eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Lingen.

Geographie

Der Ortsteil Steide nimmt den südwestlichen Teil des Gemeindegebiets von Salzbergen ein. Der Charakter als landwirtschaftliche Streusiedlung ist bis heute weitgehend erhalten, den Kern der Siedlung bilden eine Reihe von Bauernhöfen an der Steider Straße. Im Ortsteil liegen auch das Gut Stovern mit dem Gutsforst Stovern, der Wohnplatz Öchtel sowie das Naturschutzgebiet Steider Keienvenn.

Geschichte

Die Bauerschaft Steide gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Kirchspiel Salzbergen im Amt Rheine des Hochstifts Münster. Von 1803 bis 1806 gehörte der Ort zum Fürstentum Rheina-Wolbeck, von 1806 bis 1810 zum Département Ems des Großherzogtums Berg und von 1811 bis 1813 zum Département Lippe des Französischen Kaiserreichs. 1814 fiel Steide an das Königreich Hannover und kam dort zum Amt Lingen. Die Gemeinde Steide fiel 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Lingen.

Im Rahmen der Auflösung der preußischen Gutsbezirke wurde am 30. September 1928 der Gutsbezirk Stovern nach Steide eingemeindet. Durch die Gebietsreform in Niedersachsen wurde Steide am 1. März 1974 Teil der Gemeinde Salzbergen, die seit 1977 zum Landkreis Emsland gehört.

Herrenhaus des Guts Stovern
Torhaus des Guts Stovern

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1845295
1871242
1885225
1895253
1905265
1925313
1939443
1950561
1961528
1970539

Bau- und Bodendenkmale

Das gesamte Gut Stovern sowie eine Reihe von landwirtschaftlichen Gebäuden am Alten Postweg, an der Schüttorfer Straße, an der Steider Straße sowie in Öchtel stehen unter Denkmalschutz. Ein Grabhügel in Öchtel ist ein Bodendenkmal.

Vereine

Der Schützenverein Steide betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des Schützenbrauchtums.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  2. ↑ www.salzbergen.de: Zahlen-Daten-Fakten
  3. ↑ Anton Friedrich Büsching: Lagerbuch des Bistums Münster 1769. In: Magazin für die neue Historie und Geographie. Band 20. Johann Jacob Curts Witwe, Halle (Saale) 1786 (google.de).
  4. ↑ Amtsblatt der Regierung Osnabrück 1928, Stück38a
  5. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
  6. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848 (google.de).
  7. ↑ Volkszählung 1871
  8. ↑ Volkszählung 1885
  9. ↑ Volkszählung 1895
  10. ↑ Volkszählung 1905
  11. 1 2 Michael Rademacher: Lingen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  12. ↑ Homepage des Schützenvereins Steide