Stella Andrea Seitz (* 2. Oktober 1968; † 13. Juli 2025) war eine deutsche Astrophysikerin und leitende Wissenschaftlerin an der Universitäts-Sternwarte München der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU).
Seitz promovierte 1997 zum Thema Untersuchungen zum schwachen Linseneffekt auf Quasare und Galaxien am Max-Planck-Institut für Astrophysik. Im Jahr 1998 wurde sie Mitglied der Universitätssternwarte München. Sie etablierte sich als Expertin in der Gravitationslinsenforschung und war maßgeblich an der Weiterentwicklung und Nutzung von groß angelegten Himmelsdurchmusterungen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz beteiligt. In der Lehre initiierte sie das Astrophysiklabor, ein Programm, das es Hunderten von Studenten ermöglichte, praktische Erfahrungen in der Astronomie zu sammeln und in der Forschung aktiv mitzuwirken.
Sie war zuletzt Leitende Astronomin an der Universitätssternwarte München, Senior Wissenschaftlerin und Dozentin in der Arbeitsgruppe Extragalaktische Astronomie und Kosmologie bei Ralf Bender an der Universität und beim Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, sowie Principal Investigator beim Exzellenzcluster „ORIGINS: Vom Ursprung des Universums bis zu den ersten Bausteinen des Lebens“. Sie war Leiterin der Forschungsgruppe „Gravitationslinsen“, die den Gravitationslinseneffekt zur Untersuchung der Verteilung dunkler Materie im Universum nutzt. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den statistischen Eigenschaften und der zeitlichen Entwicklung des großskaligen Materiedichtefeldes.
Nach ihr wurde im Juli 2026 der Asteroid (10260) Stellaseitz (1972 TC) benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Seitz, Stella |
| ALTERNATIVNAMEN | Seitz, Stella Andrea (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Astrophysikerin |
| GEBURTSDATUM | 2. Oktober 1968 |
| STERBEDATUM | 13. Juli 2025 |