Stephan Burgdorff (* 28. Oktober 1944 in Neustadt/Holstein, Schleswig-Holstein) ist ein deutscher Journalist.
Stephan Burgdorff besuchte das Hermann-Billung-Gymnasium in Celle und studierte nach seinem Abitur Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln. Schon während des Studiums produzierte er Filmbeiträge für die Sendung audimax im WDR-Fernsehen. Im Jahr 1970 holte ihn der damalige Monitor-Chef Claus Hinrich Casdorff in die Redaktion des TV-Magazins, für das er vor allem innen- und sozialpolitische Beiträge verfasste. Später übernahm er auch die Studioregie der Sendung.
Zum 1. März 1974 wechselte Burgdorff in die Wirtschaftsredaktion des Nachrichtenmagazins Der Spiegel in Hamburg. Dort befasste er sich schwerpunktmäßig mit dem Themenfeld Gewerkschafts- und Gesellschaftspolitik. Er verfasste zahlreiche Titelgeschichten, Reports und Essays zur Zukunft der Arbeit und der Industriegesellschaft vor dem Hintergrund erkennbarer Grenzen des Wirtschaftswachstums.
1987 wurde Burgdorff beauftragt, Stefan Aust bei der Entwicklung eines Fernsehmagazins nach dem Vorbild des Spiegel zu unterstützen. Das daraus entstandene Format Spiegel TV wurde 1988 erstmals ausgestrahlt. Nach seiner Rückkehr in das Spiegel-Wirtschaftsressort im Jahr 1988 befasste sich Burgdorff mit den Themenbereichen Luftfahrt und Flugzeugindustrie. Im Mittelpunkt standen die Deregulierung des internationalen Luftverkehrs und der Aufstieg von Airbus zu einem führenden Hersteller von Passagiermaschinen.
1994 wechselte er zu dem neu gegründeten monothematischen Monatsmagazin Spiegel special, für das er Ausgaben zu Themen wie Das Jahrhundert des Design (1995) oder Wahnsinn USA: Land der Extreme (1996) produzierte. Nach der Einstellung dieser Reihe wurde Burgdorff als Redakteur mit Sonderaufgaben für das Politik-Ressort und den Spiegel-Almanach beauftragt. Im Jahr 2001 übernahm er die Leitung des neugegründeten Ressorts Sonderthemen. In dieser Funktion war er unter anderem verantwortlich für die Realisation von Spiegel-Serien, die Spiegel-Jahreschronik und das neu entwickelte Magazin Spiegel special Geschichte, das zu einem regelmäßig erscheinenden Monatsmagazin ausgebaut wurde.
Nach seiner Pensionierung Ende 2009 war Burgdorff für die Produktionsfirma Agenda Media von Stefan Aust tätig und an der Konzeption neuer Medien- und Formatprojekte beteiligt. Gemeinsam mit Aust entwickelte er ein neues Wochenmagazin sowie verschiedene TV- und Internet-Projekte. Von 2010 bis 2015 betreute er mehrere Corporate-Publishing-Projekte im Verlag Gruner + Jahr und war in dessen Auftrag Chefredakteur des Magazins VALUA der DZ-Privatbank.
Im Jahr 2014 gründete er die „Burgdorff Media GbR“ und leitete von 2015 bis 2018 im Auftrag des Volkswagenkonzerns die Redaktion des Journals der Autostadt. Seit 2020 ist er als Berater und Ghostwriter für verschiedene Buchprojekte tätig.
Burgdorff lebt in Hamburg und ist Vater von zwei Kindern.
Burgdorff war als Herausgeber bzw. Mitherausgeber zahlreicher zeitgeschichtlicher und politischer Sachbücher tätig. Dazu gehören unter anderem Die Flucht. Über die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten, das er gemeinsam mit Stefan Aust herausgab, sowie Als Feuer vom Himmel fiel. Der Bombenkrieg in Deutschland, das in Zusammenarbeit mit Christian Habbe herausgegeben und in mehrere Sprachen übersetzt wurde.
| Personendaten | |
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| NAME | Burgdorff, Stephan |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist |
| GEBURTSDATUM | 28. Oktober 1944 |
| GEBURTSORT | Neustadt/Holstein, Schleswig-Holstein |