Stephan Windsperger

Stephan Windsperger, auch Stefan Windsperger, (* 30. Dezember 1969 in Münster) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Sportlicher Werdegang

Windsperger startete beim TSV Wolfratshausen seine Fußball-Karriere und wechselte 1982 in den Nachwuchsbereich des FC Bayern München. Dabei geriet er mit A-Jugendtrainer Egon Coordes aneinander und erwog den Abschied in Richtung Lokalrivalen TSV 1860 München, ehe dessen Nachfolger Fritz Bischoff ihn zum Bleiben überreden konnte. 1987 gewann er mit der A-Juniorenmannschaft im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Nürnberg den bayerischen Meistertitel und wurde anschließend von mehreren Bundesligisten umworben.

Dem Nachwuchsbereich entsprungen, spielte Windsperger eine Saison bei den Bayern-Amateuren (18 Spiele, 1 Tor) in der Bayernliga und wechselte anschließend zusammen mit Stephan Beckenbauer zum Ligarivalen TSV 1860 München. Nach drei Jahren in der Bayernliga, in denen er in 78 Meisterschaftspielen sieben Tore erzielte und zudem drei Spiele im DFB-Pokalwettbewerb verzeichenn konnte, gelang am Ende der Spielzeit 1990/91 der Aufstieg in die 2. Bundesliga, wo er aber in der Spielzeit 1991/92 seinen Stammplatz verlor und bis zum Winter nur zu drei Einsätzen kam.

Im Januar 1992 kehrte Windsperger zur von Wolf Werner trainierten Bayern-Amateurmannschaft zurück. Vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Rückrunde der Spielzeit 1991/92 zog er sich in der Vorbereitung eine schwere Knieverletzung zu. Nachdem die Verletzung Ambitionen auf eine höherklassige Karriere beendet hatte, schloss er sich im Sommer 1993 dem Bezirksoberligisten TSV Grünwald im mittleren Amateurbereich an. Hier spielte er bis zur Jahrtausendwende, anschließend lief er noch für den Kreisklasseklub Olympic Geretsried unter anderem an der Seite von Michael Karl, Christian Hedinger und Matthias Imhof an.

Sonstiges

Sein Vater Hubert Windsperger war Profi beim FC Bayern München, Preußen Münster und dem Freiburger FC. Windsperger übernahm 2006 die Allianz-Versicherungs-Vertretung von seinem Vater in Wolfratshausen.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Süddeutsche Zeitung: „Die Bundesliga ruft – Fußballtalent Stefan Windsperger“ (27. Mai 1987, S. 5 Regionalausgabe Landkreis Bad Tölz)
  2. ↑ Süddeutsche Zeitung: „Die Bayernliga trainiert wieder“ (24. Januar 1992, S. 57 Regionalausgabe Stadt München)
  3. ↑ Süddeutsche Zeitung: „Bayernliga-Vereine proben Ernstfall“ (21. Februar 1992, S. 37)
  4. ↑ Süddeutsche Zeitung: „Grünwald kämpft ums Samstagpublikum“ (31. Juli/1. August 1993, S. 7 Regionalausgabe Landkreis München)
  5. ↑ Süddeutsche Zeitung: „Fußball-Junkies auf der Suche nach dem Kick“ (24. Juni 2002, S. 9 Regionalausgabe Landkreis Wolfratshausen)
Personendaten
NAME Windsperger, Stephan
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fußballspieler
GEBURTSDATUM 30. Dezember 1969
GEBURTSORT Münster