Sterndolde

Sterndolde

Große Sterndolde (Astrantia major)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Saniculoideae
Gattung: Sterndolde
Wissenschaftlicher Name
Astrantia
L.

Die Gattung Sterndolde (Astrantia) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Große Sterndolde (Astrantia major)

Merkmale

Die Sterndolden sind ausdauernde krautige Pflanzen. Die Blätter sind einfach gefiedert oder fiederteilig.

Die Blüten stehen in einfachen Dolden, die von zahlreichen auffälligen Hüllblättern von weißer bis rötlicher Farbe umgeben sind. Die Dolden stehen einzeln und endständig oder mehrere Dolden treten zu scheinbar zusammengesetzten Dolden zusammen. Der Enddoldenstiel besitzt keine Hochblätter, die Seitendoldenstiele tragen zwei bis drei Hochblätter.

Die Blüten sind zwittrig oder männlich mit verkümmertem Fruchtknoten, selten weiblich. Die männlichen Blüten sind lang gestielt, die zwittrigen kürzer; beide stehen aber in einer Dolde. Die Kelchzähne sind deutlich ausgeprägt und häufig länger als die Kronblätter. Diese sind reinweiß oder rötlich. Die obere Hälfte ist eingeschlagen, die Spitze ist aufwärts gebogen. Die Staubfäden sind doppelt so lang wie die Kronblätter. Das Griffelpolster ist klein und rund. Der Rand ist schwach gekerbt und verdickt. Der Griffel ist lang und fadenförmig.

Die Früchte sind ungeschnäbelt. Die Form ist länglich bis eiförmig. An der Spitze stehen Kelchsaum und Griffel. Die Hauptrippen besitzen vorspringende, hohle Gebilde, wodurch sie warzig-rau sind. Die Ölstriemen in den Hauptrippen sind deutlich vorhanden. Ein Karpophor ist nicht ausgebildet.

Krainer Sterndolde (Astrantia carniolica)
Astrantia maxima in Georgien

Taxonomie und Systematik

Die Gattung Astrantia wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 235 erstbeschrieben.

Die Gattung gehört zur Unterfamilie Saniculoideae. Es gibt neun Arten, davon kommen die folgenden vier in Mitteleuropa vor:

Weitere Arten:

Bilder

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Arno Wörz: Systematics and evolution of the genus Astrantia L. (Apiaceae-Saniculoideae). In: Botanische Jahrbücher für Systematik und Pflanzengeographie. Band 121, Nr. 4, 1999, S. 507–536.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 Ralf Hand: Apiaceae. Astrantia In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011, abgerufen am 3. Dezember 2013.
  3. 1 2 Astrantia. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 8. Mai 2026.
Commons: Astrantia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien