Stollenberg

Stollenberg war eine Schäferei und später ein Wohnplatz auf der Gemarkung von Sandberg. Der ehemalige Wohnplatz ging in der Stadt Bad Belzig im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg auf.

Geschichte

Die früheste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1637 als Schäfer vf Stollenbergk; 1861 erscheint die Bezeichnung Schäferei Stollenberg. Bis 1702 gehörte Stollenberg zum Amt Belzig-Rabenstein. Von 1702 bis 1731 befand sich der Besitz als Allodialgut bei dem Amtssteuereinnehmer Grohmann und Konsorten, seit 1708 zunächst noch zu drei Vierteln und seit 1712 noch zur Hälfte. Der übrige Anteil gelangte 1708 an die Familie Brandt von Lindau auf Wiesenburg, die ihn bis 1755 besaß. Es folgte bis 1765 die Familie von Trotta genannt Treyden und anschließend gelangte der Besitz an die Familie von Watzdorf auf Wiesenburg bis 1872.

1637 bestand auf Stollenberg eine Schäferei. 1702 umfasste diese neun Wiesen sowie 200 Hammel, 200 Schafe, 140 Jährlinge und 160 Lämmer. Für 1837 und 1858 wurde Stollenberg gemeinsam mit Sandberg nachgewiesen. 1895 bestanden zwei Wohnhäuser. 1885, 1895 und 1905 wurde Stollenberg als zum Gutsbezirk Sandberg 3. Anteils gehörig geführt. Im Zuge der Auflösung der Gutsbezirke wurde der Wohnplatz 1928 vom Gutsbezirk Wiesenburg nach Belzig eingemeindet. 1931 wurde Stollenberg als Wohnplatz von Belzig geführt und 1948 aufgelöst.

Bevölkerungsentwicklung

Einwohnerentwicklung von Stollenberg
Jahr1885189519051925
Einwohner109910

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 417)
  2. ↑ Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 418)

Koordinaten fehlen! Hilf mit.