| Knotenfuß | ||||||||||||
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Streptopus streptopoides subsp. japonicus am Naturstandort | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Streptopus | ||||||||||||
| Michx. |
Die Pflanzengattung Knotenfuß (Streptopus) gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Die etwa elf Arten sind in den Gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet.




Die Streptopus-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Als Überdauerungsorgane werden kriechende Rhizome gebildet. Die aufrechten Stängel sind einfach oder im oberen Bereich verzweigt.
Viele sitzende Laubblätter sind am Stängel wechselständig verteilt angeordnet. Die einfache, relativ dünne Blattspreiten sind elliptisch bis eiförmig mit gerundetem bis herzförmig-stängelumfassendem (siehe auch Trivialname und Artepitheton Stängelumfassender Knotenfuß (Streptopus amplexifolius)) Spreitengrund und spitzem bis zugespitztem oberen Ende. Es liegt Paralleladerung vor und es sind viele Blattadern vorhanden.
Auf dünnen Blütenstandsschäften stehen nur ein oder zwei Blüten. Die blattachselständigen Blütenstandsschäfte sind auf der Länge eines Internodiums mit dem Stängel verwachsen und entspringend deshalb scheinbar gegenüber dem nächsten Blatt und der Blütenstandsschaft ist zusammen mit dem Blütenstiel zurückgebogen (darauf bezieht sich der Gattungsname Knotenfuß (Streptopus)), der Übergang von Blütenstandsschaft und Blütenstiel kann abrupt sein.
Die relativ kleinen, glockenförmigen oder fast scheibenförmigen Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und dreizählig. Die sechs fast gleichgestaltigen, freien Blütenhüllblätter sind aufrecht bis ausgebreitet oder zurückgebogen und nicht haltbar. Die äußeren drei Blütenhüllblätter sind meist etwas breiter als die drei inneren. Die Farbe der verkehrt-lanzettlichen bis länglichen Blütenhüllblätter ist weiß bis grünlich-gelb oder rosafarben. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die an oder nahe der Basis der Blütenhüllblätter inserierten Staubfäden sind kurz, breit und flach. Die basifixen, nach außen gebogenen Staubbeutel besitzen am oberen Ende winzige bespitzte oder zuspitzende, borstige Spitzen. Die drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält selten zwei oder drei, meist sechs bis acht Samenanlagen. Der schlanke bis dicke, säulenförmige oder sehr kurze Griffel endet in einer einfachen oder dreilappigen Narbe.
Die ellipsoide bis kugelige Beere färbt sich bei Reife orangefarben bis dunkelrot und enthält einige bis viele Samen. Die hellgelben Samen sind länglich mit Längsfurchen.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 8.
Die Streptopus-Arten sind in den Gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet. In China kommen fünf Arten vor, davon zwei nur dort. In Nordamerika kommen drei Arten vor. Eine Art kommt auch in Europa vor.
Die Gattung Streptopus wurde 1803 durch André Michaux in Flora Boreali-Americana, Band 1, Seite 200–201, Tafel 18 aufgestellt. Als Lectotypusart wurde 1874 Streptopus distortus Michx. durch Ludwig Georg Karl Pfeiffer in Nomenclator botanicus, Band 2, Seite 1301 festgelegt. Der Gattungsname Streptopus setzt sich aus den altgriechischen Wörtern streptos für „gedreht“, und pous für „-füßig“ zusammen, dies bezieht sich auf die gebogenen oder gedrehten Blütenstandsschäfte. Synonyme für Streptopus Michx. sind: Hexorima Raf., Hekorima Kunth, Kruhsea Regel, Tortipes Small.
Die Gattung Streptopus gehört zur Unterfamilie Calochortoideae innerhalb der Familie Liliaceae, früher in Calochortaceae, Convallariaceae, Uvulariaceae.
Es gibt etwa elf Streptopus-Arten: