Stuardomyia crassiseta

Stuardomyia crassiseta
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Tachininae
Tribus: Megaprosopini
Gattung: Stuardomyia
Art: Stuardomyia crassiseta
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Stuardomyia
Cortés, 1945
Wissenschaftlicher Name der Art
Stuardomyia crassiseta
Cortés, 1945

Stuardomyia crassiseta ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1945 von dem chilenischen Entomologen Raúl Cortés erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Stuardomyia zugeordnet. Das lateinische Art-Epitheton crassiseta bedeutet „mit dicken Haaren“. Der Gattungsname ehrt Carlos Stuardo Ortíz (1895–1962), ein chilenischer Zoologe.

Taxonomie

Stuardomyia ist monotypisch, das heißt, die Gattung besteht aus nur einer einzigen beschriebenen Art. Stuardomyia wird der Tribus Megaprosopini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.

Merkmale

Es handelt sich um etwa 10 mm lange beborstete Fliegen. Im Folgenden die Merkmale der Gattung nach Cortés (1945). Das Frontprofil ist fast horizontal und unter Einbeziehung des Epistoms so lang wie das Gesichtsprofil. Die Kopfbreite ist auf Höhe der Fühler gleich der Breite auf Höhe der Vibrissen. Die Kopfbreite entspricht dem 1,1-Fachen der Kopfhöhe. Das Epistom ist verlängert und fast so lang wie die Facialia. Die Fühler sind kurz, im Profil kürzer als die Augenhöhe. Die Parafacialia sind breit und nur fein behaart (pubeszent), auf Höhe der Fühler so breit wie ein Auge. Die Mittige Vertiefung (Gesichtsmulde) ist sehr breit und die untere Kopfhälfte einnehmend. Der Rüssel (Proboscis) ist kurz, die Taster mäßig kurz. Die mittleren Abdominalsegmente sind ohne Diskalborsten. Die Apikalzelle ist gestielt und mit einem Anhang an der Basis versehen.

Verbreitung

Stuardomyia crassiseta kommt im südlichen Südamerika vor mit Funden aus Argentinien und Chile. Der Fundort des Typusexemplars liegt in der Provinz Malleco in der Región de La Araucanía.

Lebensweise

Stuardomyia crassiseta ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar bisher noch nicht bekannt.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Raúl Cortés: Nuevos generos de taquinidos chilenos aliados a Trichoprosopus Macquart (Dipt., Tachinidae). (PDF; 4,17 MB) In: Revista Chilena de Historia Natural 48. 1944, S. 149–160, abgerufen am 1. Oktober 2026 (spanisch, auf Seiten 158f.).
  2. 1 2 3 4 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 1. Oktober 2026 (englisch).
  3. ↑ James E. O’Hara, D. Monty Wood, Christian R. González: Annotated catalogue of the Tachinidae (Insecta, Diptera) of Chile. In: ZooKeys 1064: 1–200. 2021, abgerufen am 1. Oktober 2026 (englisch).