Studio Muoto (finnisch für Form) ist ein französisches Architekturbüro aus Paris, das aus der Zusammenarbeit der Architekten Gilles Delalex (* 1972 in Thonon-les-Bains, Frankreich) und Yves Moreau (* 1976 in Uccle/Ukkel, Belgien) ab 2003 hervorgegangen ist.
Gilles Delalex studierte in Grenoble und Montreal, sowie im Master in Brüssel, Tilburg, Manchester und Helsinki. An der University of Art and Design Helsinki promovierte er 2006 zur Architektur in der Netzwerkgesellschaft. Anschließend lehrte er an der École nationale des Ponts et Chaussées im Masterstudiengang Städtebau. Er arbeitete eine kurze Zeit im Büro von Dominique Perrault. Delalex lehrte an der Porto Academy (2018) und aktuell als Professor an der École Nationale Supérieure d’Architecture Paris-Malaquais.
Yves Moreau studierte ab 1994 an der Katholischen Universität Leuven und an der Kunsthochschule Esa Saint-Luc in Brüssel, sowie der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg. Anschließend arbeitete er bis 2001 bei Blå Arkitektur Landskap in Johanneshov und von 2001 bis 2006 bei Dominique Perrault, wo sich die beiden Architekten kennenlernten. Moreau lehrte als Internationaler Gastprofessor an der Peter Behrens School of Arts (2020–2021).
Ein Wettbewerb 2003 für eine städtebauliche Studie in Villeurbanne bei Lyon war das erste gemeinsame Projekt der beiden Architekten, woraus sich nach mehrmaliger Zusammenarbeit 2009 eine feste Büropartnerschaft entwickelte. Das Büro sieht sich in einer Tradition der Nachkriegsmoderne Nordeuropas, sowie der skandinavischen Moderne. Direkte Einflüsse stammen von den Nouvel-Schülern Dominique Perrault, Jean-Marc Ibos und Myrto Vitart sowie Architecture Studio. 2023 kuratierten Delalex und Moreau gemeinsam mit Georgi Stanishev den Französischen Pavillon Ball Theater auf der 18. Architekturbiennale Venedig.