Subsonica

Subsonica
Subsonica (2005)

Subsonica (2005)

Allgemeine Informationen
Herkunft Turin, Italien
Genre(s) Rock, Alternative Rock
Aktive Jahre seit 1996
Auflösung
Website www.subsonica.it
Gründungsmitglieder
Gitarre
Max Casacci
Keyboard
Davide Dileo
Gesang
Samuel Romano
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Max Casacci
Gesang, Keyboard, Klavier, Programmierung
Davide Dileo
Gesang, Gitarre
Samuel Romano
Schlagzeug, Perkussion, Programmierung
Enrico Matta
Bass, Gitarre
Luca Vicini
Ehemalige Mitglieder
Bass, Gitarre
Pierpaolo Peretti Griva

Subsonica ist eine italienische Electro-Rockband, die 1996 in Turin gegründet wurde. Ihr erstes Album wurde Ende 1996 veröffentlicht, sie wurden aber erst wirklich erfolgreich, als sie beim Sanremo-Festival 2000 auftraten. Ihre Singles Tutti i miei sbagli und Nuvole Rapide waren Top-Ten-Hits.

Auch schufen sie die Filmmusik zum Spielfilm Adagio (2023).

Geschichte

Gründung und erste Erfolge (1996–2000)

Subsonica wurde im Sommer 1996 in Turin von Max Casacci (Gitarre, ehemals Africa Unite), Davide Dileo alias „Boosta“ (Keyboard) und Samuel Romano (Gesang) gegründet. Kurz darauf stießen der Schlagzeuger Enrico Matta („Ninja“) und der Bassist Pierpaolo Peretti Griva („Pierfunk“) hinzu. Der Bandname entstand als Kofferwort aus den Songtiteln Sonica (Marlene Kuntz) und Subacqueo (Africa Unite).

Nach einem selbstproduzierten Demo erhielt die Band einen Plattenvertrag beim Independent-Label Mescal und veröffentlichte im Frühjahr 1997 ihr selbstbetiteltes Debütalbum Subsonica. Größere Bekanntheit erlangte die Gruppe im selben Jahr durch ihre Mitwirkung an der Neuaufnahme des Songs "Per un’ora d’amore" der Band Matia Bazar (zusammen mit Antonella Ruggiero). Stilistisch verband die Band von Beginn an klassisches Songwriting mit elektronischen Strömungen der 1990er-Jahre wie Trip-Hop, Drum and Bass und Big Beat.

1999 erschien das zweite Album "Microchip emozionale", das in Italien mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde. Vor der Veröffentlichung verließ Bassist Pierfunk die Band und wurde durch Luca Vicini („Vicio“) ersetzt. Im Jahr 2000 nahm die Gruppe mit dem Titel "Tutti i miei sbagli" am Sanremo-Festival teil und erreichte den elften Platz. Im selben Jahr wurden Subsonica bei den MTV Europe Music Awards als Best Italian Act ausgezeichnet.

Kommerzieller Durchbruch und Labelwechsel (2001–2006)

Im Januar 2002 folgte das dritte Studioalbum "Amorematico", das Kooperationen mit dem New-Wave-Duo Krisma enthielt. Im selben Jahr erhielt die Band ihren zweiten MTV Europe Music Award als bester italienischer Act.

Nach der Veröffentlichung des Doppel-Livealbums "Controllo del livello di rombo" (2003) kam es zu einem Rechtsstreit mit ihrem Label Mescal über noch ausstehende Vertragsverpflichtungen. Die Band wechselte schließlich zu EMI Music und gründete parallel ihr eigenes Produktionslabel Casasonica. Im April 2005 erschien das vierte Studioalbum "Terrestre", dessen Singleauskopplung "Incantevole" zu einem der kommerziell erfolgreichsten Hits der Gruppe avancierte. Die darauffolgenden Tourneen verzeichneten über 230.000 Besucher.

Weitere Alben und Stilentwicklung (2007–2017)

Im November 2007 erschien das fünfte Album "L’eclissi". Für den Track Canenero wurde die Band 2008 mit dem Menschenrechtspreis Premio Amnesty Italia ausgezeichnet. Nach einer Werkschau ("Nel vuoto per mano 1997/2007") und Auftritten bei internationalen Festivals wie dem Sziget in Budapest veröffentlichte die Gruppe im März 2011 ihr sechstes Studioalbum "Eden".

Das im September 2014 veröffentlichte siebte Studioalbum "Una nave in una foresta" stieg direkt auf Platz 1 der italienischen Albumcharts ein. Nach ausgedehnten Hallen- und Clubtourneen legte die Gruppe ab Ende 2016 eine Pause ein, in der sich Frontmann Samuel Romano und die anderen Mitglieder Soloprojekten widmeten.

Spätere Jahre und Filmmusik (ab 2018)

Im Oktober 2018 meldete sich die Formation mit dem Studioalbum "8" zurück. Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums ihres Durchbruchsalbums erschien 2019 "Microchip temporale", eine Neueinspielung der Titel mit zahlreichen Gastmusikern der zeitgenössischen italienischen Pop- und Hip-Hop-Szene (u. a. Elisa, Coez, Achille Lauro und Willie Peyote).

Ende 2023 komponierte die Band den Soundtrack zum Kinofilm Adagio von Stefano Sollima, wofür sie bei den Filmfestspielen von Venedig den Soundtrack Stars Award und 2024 den Filmpreis David di Donatello in der Kategorie Bester Filmkomponist gewann. Im Januar 2024 erschien das neunte reguläre Studioalbum Realtà aumentata. Anlässlich ihres bevorstehenden 30-jährigen Bandbestehens veröffentlichten Subsonica Ende 2025 die Single Radio Mogadiscio, gefolgt von ihrem elften Studioalbum Terre Rare im März 2026.

Mitglieder

Diskografie

Alben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 IT
1999 Microchip emozionale IT14
Gold (2022)
Gold (2022)

(4 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 26. August 1999
2002 Amorematico IT1
Platin
Platin

(29 Wo.)IT
2003 Controllo del livello di rombo IT4
(17 Wo.)IT
2005 Terrestre IT1
(48 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 22. April 2005
Sub urbani IT60
(2 Wo.)IT
Kompilation
2007 L’eclissi IT5
(24 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 23. November 2007
2008 Nel vuoto per mano (97-07) IT12
Gold
Gold

(22 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 31. Oktober 2008
Kompilation
2011 Eden IT2
Platin
Platin

(47 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 8. März 2011
2014 Una nave in una foresta IT1
Platin
Platin

(55 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 23. September 2014
2016 The Platinum Collection IT47
(3 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 13. Mai 2016
Kompilation
2018 8 IT3
(15 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 12. Oktober 2018
2020 Mentale strumentale IT50
(1 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 24. April 2020
2024 Realtà Aumentata IT5
(6 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 12. Januar 2024
2026 Terra rare IT11
(2 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 20. März 2026

Weitere Alben

  • 1997: Subsonica
  • 1998: Coi piedi sul palco
  • 2006: Terrestre live e varie altre disfunzioni

Singles

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 IT
2000 Tutti i miei sbagli
Microchip emozionale
IT8
Platin (2024)
Platin (2024)

(10 Wo.)IT
2002 Nuvole rapide
Amorematico
IT26
(4 Wo.)IT
2003 Questo domani
Amorematico
IT36
(2 Wo.)IT
2011 Up Patriot to Arms
Eden (Repackaging)
IT26
Gold
Gold

(11 Wo.)IT
Verkäufe: + 15.000; feat. Franco Battiato
2018 Bottiglie rotte
8
IT80
(1 Wo.)IT
Erstveröffentlichung: 7. September 2018

Weitere Singles

  • 1997: Istantanee
  • 1998: Cose che non ho
  • 1998: Radioestensioni
  • 1998: Preso blu
  • 1999: Colpo di pistola
  • 1999: Liberi tutti
  • 2000: Discolabirinto
  • 2002: Nuova ossessione
  • 2002: Mammifere
  • 2003: L’errore
  • 2005: Abitudine
  • 2005: Corpo a corpo
  • 2005: Incantevole
  • 2006: Vita d’altri
  • 2006: L’odore
  • 2006: Coriandoli a Natale
  • 2007: La glaciazione
  • 2008: L’ultima risposta
  • 2011: Istrice (IT: GoldGold)
  • 2014: Di Domenica (IT: GoldGold)

Einzelnachweise

  1. ↑ https://web.archive.org/web/20080709173940/http://www.subsonica.it/storia.asp
  2. ↑ https://web.archive.org/web/20080409034623/http://www.amnesty.it/pressroom/comunicati/CS45-2008.html
  3. ↑ https://web.archive.org/web/20141006075020/http://www.fimi.it/main/chart_id/1889
  4. ↑ https://www.radioitalia.it/specialevenezia/i-subsonica-premiati-per-la-loro-musica-in-adagio--587464
  5. 1 2 Chartdiskografie Italien
  6. 1 2 Auszeichnungen für Musikverkäufe: IT
  7. ↑ Subsonica - Amorematico Platinum CD Award 2002 Official Mescal EMI Rare Italy (Memento vom 21. Januar 2026 im Internet Archive) ebay.de, abgerufen am 21. Januar 2026 (englisch).
Commons: Subsonica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien