
Sugoroku (japanisch 雙六 und 双六) (wörtlich „Doppel-Sechs“) ist die Bezeichnung zweier japanischer Würfel-Brettspiele.
Das erste wird auf dem abgebildeten Plan gespielt und ähnelt dem Leiterspiel.
Das zweite ist mit Backgammon verwandt und erfreute sich jahrhundertelang großer Beliebtheit, bis es im 19. Jahrhundert im Zuge der vom Tokugawa-Shōgunat eingeführten harten Strafen für Glücksspiele erst in Verruf und mit der Zeit auch in Vergessenheit geriet. Zwar wurde Anfang des 20. Jahrhunderts noch einmal versucht, das Spiel neu zu beleben, doch mittlerweile ist das Spiel kaum einem Japaner mehr bekannt. Heute vertreiben sich nur noch die Nonnen in den buddhistischen Klöstern von Kyōto ihre Zeit mit Sugoroku.
Es wird auf einem Sugoroku-Brett gespielt, das einem Backgammon-Brett ähnlich ist, wobei jedoch nur die rechte Seite benutzt wird.
Es treten zwei Spieler gegeneinander an. Jeder von ihnen hat 15 Spielsteine einer Farbe. Gewürfelt wird mit zwei kubischen Würfeln. Ziel des Spieles ist es, möglichst viele Steine des Gegners zu schlagen.
