| Sulabrillenvogel | ||||||||||||
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Sulabrillenvogel, Nominatform in Manadao in Nord-Sulawesi, Indonesien | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Zosterops atrifrons | ||||||||||||
| Wallace, 1864 |
Der Sulabrillenvogel (Zosterops atrifrons), auch Wallacebrillenvogel, ist eine Vogelart aus der Familie der Brillenvögel.
Der Vogel ist endemisch in Indonesien.
Die ursprünglich als eigenständig beschriebenen Arten Sangihe-Brillenvogel (Zosterops nehrkorni), Serambrillenvogel (Zosterops stalkeri), Grünstirn-Brillenvogel (Zosterops minor) und Tagulabrillenvogel (Zosterops meeki) wurden im Jahre 1931 durch Erwin Stresemann als Unterarten dem Zosterops atrifrons (im weiteren Sinne) zugeordnet.
Aufgrund morphologischer Unterschiede wurden diese Zuordnungen im Jahre 2000 durch Pamela C. Rasmussen wieder rückgängig gemacht, so dass die genannten Arten wieder als eigenständig anzusehen sind.
Das Verbreitungsgebiet umfasst Primärwald und Sekundärwald im Tiefland und Hügelland, Waldränder, Gebüsch, Ackerland, gern auch Galeriewald bis i Lagen von 1500 m Höhe. Die Art kommt auch zusammen mit dem Celebesbrillenvogel (Zosterops consobrinorum) im gleichen Lebensraum vor.
Der lateinische Artzusatz kommt von lateinisch ater ‚schwarz‘ und lateinisch frons ‚Stirn, Gesicht‘.
Die Art ist 11–12 cm groß und wiegt 8–10 g. Auffallend ist ein ziemlich breiter weißer Augenring, schnabelwärts unterbrochen von einem schwarzen Fleck, der sich bis unter den Augenring herabzieht. Stirn und vorderer Teil der Kopfkappe sind schwarz, dann olivgrün in die Oberseite übergehend. Schwungfedern und Steuerfedern sind schwärzlich-braun, erstere haben breite olivgrüne Ränder, die Steuerfedern sind teilweise olivgrün berandet. Kinn, Kehle und Unterschwanzdecken sind matt zitronengelb, Brust und übrige Unterseite gräulich-weiß. Die Iris ist hellbraun, der Schnabel schwarz, die Beine sind blass hornfarben. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind matter gefiedert, der Augenring ist schmaler und die schwarze Kopfkappe ist etwas oliv geschuppt.
Die Art unterscheidet sich vom Togianbrillenvogel (Zosterops somadikartai) hauptsächlich durch den weißen und nicht grauen Augenring.
Es werden folgende Unterarten anerkannt:
Der Gesang wird als lauter, typischer Doppellaut beschrieben gefolgt von einem schnellem, abklingend und verhallendem Zwitschern, auch kommt ein aufgerechtes Zwitschern vor mit wiederholten kurzen hohen Doppellauten, oder ein hohes „tttttti“, ein weinendes „zzzzzz“ oder ein „zi-zi-zi-zi“.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Gliederfüßern, Früchten und Pflanzensamen, gesucht wird auf allen Etagen von bodennah bis Wipfelhöhe.
Die Brutzeit liegt zwischen April und Mai. Das Nest ist eine ovale in eine Astgabel gehängte Schale. Das Gelege besteht aus 2–3 gleichmäßig blauen Eiern.
Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).