
Sulo Elias Suorttanen (* 13. Februar 1921 in Valkeala, Kymenlaakso; † 24. September 2005 in Kouvola, Kymenlaakso) war ein finnischer Politiker der Zentrumspartei, der unter anderem zwischen 1962 und 1975 Mitglied des Parlaments sowie von 1966 bis 1970 Verteidigungsminister war.
Sulo Elias Suorttanen diente nach dem Besuch des Gymnasiums in Kouvola während des Zweiten Weltkrieges im Finnischen Freiwilligen-Bataillon der Waffen-SS und wurde zuletzt zum SS-Untersturmführer befördert. Nach Kriegsende absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Helsinki und war nach dessen Abschluss von 1953 bis 1954 zunächst Notar und stellvertretender Richter des Gerichts des sowie zwischen 1955 und 1957 stellvertretender Standesbeamter des Bezirks Valkeala, ehe er zwischen 1958 und 1972 stellvertretender Kommissar der Polizei der Provinz Kymi war. Am 20. Februar 1962 wurde er für den Landbund ML (Maalaisliitto), aus dem 1965 die Zentrumspartei KESK (Suomen Keskusta) hervorging, erstmals Mitglied des Parlaments (Eduskunta) und vertrat in diesem bis zum 26. September 1975 den Wahlkreis Kymi. Während seiner Parlamentszugehörigkeit war er zwischen dem 8. Februar 1965 und dem 4. April 1966 Vorsitzender des Ausschusses für Alkoholrecht und anschließend vom 5. April 1966 bis zum 31. Januar 1967 Vorsitzender des Ausschusses für Rechts- und Wirtschaftsangelegenheiten. Daneben gehörte er dem Obersten Gerichtshof (Valtakunnanoikeus), ein in der finnischen Verfassung vorgesehenes Sondergericht, zwischen dem 5. April 1966 und dem 4. Februar 1990 als Mitglied an.
Im Kabinett Paasio I übernahm Suorttanen am 27. Mai 1966 das Amt als Verteidigungsminister (Puolustusministeri) und bekleidete dieses Ministeramt zwischen dem 22. März 1968 und dem 14. Mai 1970 auch im Kabinett Koivisto I. Zugleich fungierte er zwischen dem 27. Mai 1966 und dem 13. Mai 1970 im ersten Kabinett Paasio und im ersten Kabinett Koivisto auch als Minister im Innenministerium und war damit Stellvertreter der damaligen sozialdemokratischen Innenminister Martti Viitanen (27. Mai 1966 bis 30. November 1967), Antero Väyrynen (1. Dezember 1967 bis 22. März 1968) sowie Heikki Tuominen (22. März 1968 bis 14. Mai 1970).
Sulo Suorttanen, der als Landwirt in Valkeala auch einen Bauernhof betrieb, war zudem zwischen 1972 und seinem Eintritt in den Ruhestand 1986 Leitender Assessor der Provinz Kymi und fungierte als solcher zwischen 1980 und 1986 auch als geschäftsführender Gouverneur dieser Provinz bei Abwesenheit der Gouverneure Erkki Huurtamo (1975 bis 1984) beziehungsweise Matti Jaatinen (1984 bis 1986). Aus seiner 1949 geschlossenen Ehe mit der Apothekerin Lea Annikki Laakso ging der Sohn Esa Juhani Suorrttanen (* 1951) hervor.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Suorttanen, Sulo |
| ALTERNATIVNAMEN | Suorttanen, Sulo Elias (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | finnischer Politiker, Mitglied des Reichstags und Minister |
| GEBURTSDATUM | 13. Februar 1921 |
| GEBURTSORT | Valkeala, Kymenlaakso |
| STERBEDATUM | 24. September 2005 |
| STERBEORT | Kouvola, Kymenlaakso |