Die Sumatrataube (Macropygia modiglianii) ist eine Art der Taubenvögel, die zu den Kuckuckstauben zählt.
Der Vogel kommt auf den westlichen, zu Sumatra gehörenden Inseln vor.
Ursprünglich als eigenständige Art beschrieben, wurde sie als Unterart (Ssp.) Macropygia phasianella modiglianii der Maronentaube (Macropygia phasianella) oder der Indonesientaube (Macropygia emiliana) betrachtet und dann als Macropygia emiliana modiglianii bezeichnet.
Aufgrund einer Analyse der Lautäußerungen wurde die Art im Jahre 2016 wieder als eigenständig abgetrennt.
Die Art ist 30–37cm groß und wiegt etwa 161g. Kopf und Nacken sind kastanienbraun, der Mantel braun mit sehr kleinen schwarzen Flecken und diskretem purpurnem bis grünlich-goldenem Schimmer. Die Flügeldecken sind dunkler mit schwarz gefleckten kastanienbraunen Spitzen, der Bürzel ist braun kräftig schwarz gefleckt, der Schwanz ist braun, die äußeren Steuerfedern rotbraun mit schwarzer Subterminalbinde, die auf den Innenfahnen noch als dunkler Fleck erhalten ist.
Das Kinn ist sichtbar blasser, mehr gelbbraun, die Unterseite ist hell rötlich-braun, wobei die Federn schwarze Binden tragen können.
Weibchen sind am Nacken deutlich schwarz rotbraun gebändert und haben keinen Schimmer, ebenso sind die Flügeldecken deutlicher gebändert und die unteren Kehlfedern können schwarze Ränder zeigen.
Die Iris ist rot mit weißlichem Augenring, die Orbitalhaut ist bläulich, der Oberschnabel ist schwärzlich-braun, der Unterschnabel rosafarben, die Beine sind hellrot mit hornfarbenen Krallen.
Die Art kann mit der Sundataube (Macropygia ruficeps) verwechselt werden, die nur auf Simeuluë vorkommt. Diese ist wesentlich kleiner, hat auffallende Brustflecken, einen schmaleren Schwanz und einen kürzeren Schnabel, ruft auch unterschiedlich.
Sehr ähnlich ist auch die Indonesientaube, gegenüber der die Sumatrataube rötlich-braun mit dunkleren, brauneren Flügeln und einem blasseren Kopf gefiedert ist.
M. m. elassaOberholser, 1912, – Mentawai-Inseln, Bürzel blasser, Unterseite weniger farbig und blasser, Kinn heller und konstrastierung mit den dunkleren Wangen
M. m. hypopercnaOberholser, 1912, – Simeuluë, gering kleiner als Nominatform, Bürzel und Unterseite dunkler, Kinn wenig farblich abgehoben
Stimme
Der Gesang wird als dreisilbiges „ho-ho-hoooo“ über etwa 1 Sekunde beschrieben, die beiden ersten Laute sind leiser und gleich lang, der letzte ist lauter und deutlich länger, was bei der Sumatrataube (Macropygia modiglianii) nicht der Fall ist. Die Indonesientaube (Macropygia emiliana) ruft zweisilbig.
Lebensweise
Die Art ist ein Standvogel und standorttreu.
Vermutlich besteht die Nahrung wie bei anderen Kuckuckstauben hauptsächlich aus Früchten, die auf Bäumen gesucht werden.
Die Brutzeit ist nicht bekannt.
Gefährdungssituation
Die Gefährdungssituation ist bislang nicht untersucht und scheint unklar, die Art wird als relativ häufig angegeben, aber auch als selten.
Literatur
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