Sun Embassy

Sun Embassy
Studioalbum von Sun Ra

Veröffent-
lichung

Februar 2018

Aufnahme

1968–1969

Label(s)

Roaratorio

Format(e)

LP, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

9

Länge

40:52

Besetzung

Produktion

Michael D. Anderson

Studio(s)

Sun Ra Home Studio, Philadelphia

Chronologie
Sun Ra Plays Gershwin
(2018)
Sun Embassy Of Abstract Dreams
(2018)

Sun Embassy ist ein Jazzalbum von Sun Ra and His Astro-Ihnfinity Arkestra. Die Aufnahmen entstanden 1968 und 1969 bei Probeaufnahmen im Haus von Sun Ra in Philadelphia und erschienen als Langspielplatte im Februar 2018 auf dem Label Roaratorio.

Hintergrund

Die Aufnahmen auf dem posthum veröffentlichten Album Sun Embassy umfassen Probenbänder von fünf Sessions des Sun Ra Arkestra, aufgenommen von Mai 1968 bis Oktober 1969. Dies geschah kurz nachdem Sun Ra die LP Black Mass (Jihad Productions, 1968) mit LeRoi Jones (alias Amiri Baraka) und Pictures of Infinity eingespielt hatte, und vor den Aufnahmen zu My Brother the Wind (Saturn, 1970) und dem Auftritt beim Newport Jazz Festival 1969.

Sun Embassy war – nach Other Strange Worlds, Sign of the Myths (2014) und The Intergalactic Thing – der vierte Teil von Veröffentlichungen des Labels Roaratorio mit Archivmaterial von Aufnahmen des Sun Ra Arkestra, in diesem Fall Probenaufnahmen aus den „Sun Studios“, dem Haus Sun Ras in der 5626 Morton Street in Philadelphia aus den Jahren 1968/1969. Das Album enthält insgesamt neun Stücke, darunter sechs Ra-Kompositionen, die bislang unveröffentlicht waren, außerdem Versionen von Arkestra-Stücken aus den 1950er-Jahren wie „Ancient Aiethiopia“ (von Jazz in Silhouette, 1959) und „Sunology“ (von Super-Sonic Jazz, 1957).

Weitere Stücke wie „The Strange“, „Dance of Fire“ und „Cosmic Strut“ sind Perkussions-orientierte Stücke; letzteres zeigt Einflüsse des zeitgenössischen Funks des Jahres 1968. Das Titelstück umgibt die drei Flötenspieler Danny Davis, Danny Ray Thompson und Marshall Allen mit Congas, Perkussion, Sun Ras Clavinet und John Gilmores selten gespielte Klarinette.

Titelliste

A1 The Stranger 5:26
A2 Dance of Fire 6:49
A3 My Reality Is Real 2:39
A4 Cosmic Strut 6:19
B1 Sun Embassy 3:28
B2 Walk Around Saturn 5:40
B3 Sunology 2:27
B4 Why Go to the Moon? 3:57
B5 Ancient Aethiopia 4:07

Die Kompositionen stammen von Sun Ra.

Die Sessions

The Stranger
Dance of fire
Cosmic Strut
Why Go to the Moon?
Ancient Aethiopia
Walk Around Saturn
My Reality Is Real
Sun Embassy
Sunology

Rezeption

Sun Embassy versammele Stücke aus dem Jahr 1968 „mit einer sanften Ahnung von Funk“ und enthalte zudem Neuinterpretationen der Exotica-Klassiker „Ancient Aethopia“ und „Sunology“, schreibt David Mochida Krispel im Falter.

Der Höhepunkt des Albums dürfte „Sunology“ sein, eine schöne und sanfte Ballade, die Gilmore und Allen in Harmonie präsentiert, bevor Sun Ra eine Blues-Orgel vorlegt, meint der Sun-Ra-Forscher und Produzent des Albums, Michael D. Anderson, in den Liner Notes, des Weiteren „Sunology“, „Ancient Aiethiopia“ und eine frühe Interpretation von „Why Go to the Moon?“.

Einzelnachweise

  1. ↑ Historic Spotlight: Sun Ra House Added to the Register. Phila.gov, 19. Mai 2022, abgerufen am 8. August 2022 (englisch).
  2. 1 2 Michael D. Anderson: Liner Notes
  3. ↑ Tom Lord The Jazz Discography (online, abgerufen am 2. Juli 2022)
  4. ↑ Sun Embassy bei Discogs
  5. ↑ David Mochida Krispel: Das Sun-Ra-Universum expandiert weiter. In: Falter. 25. Juli 2018, abgerufen am 26. September 2022.