Sun Simiao

Sun Simiao

Sun Simiao (chinesisch 孫思邈, Pinyin Sūn Sīmiǎo, W.-G. Sun Ssu-miao; geb. 581; gest. 682) wurde in der Grafschaft Yao (heute Stadtgebiet von Tongchuan), der chinesischen Provinz Shanxi geboren. Er war schon zu Lebzeiten ein berühmter Arzt und Religionswissenschaftler (Epoche der Tang-Dynastie), dessen Werke bis heute überliefert sind und nachgedruckt werden.

Leben

Es ist beschrieben, dass er sich bereits im Alter von sieben Jahren täglich Texte mit tausenden von Wörtern merken konnte; später studierte er den Buddhismus, Konfuzianismus und teilweise auch den Daoismus. Seine Studien von Medizin und Religion soll er, so die Überlieferung, trotz mehrfacher Angebote einer hohen Stellung am Kaiserhof nicht unterbrochen haben. Seine Kompetenz und seine ärztliche Tätigkeit beim einfachen Volk brachten ihm den Beinamen „König der Medizin“ (药王, Yàowáng) ein. Seine Offenheit im Umgang mit anderen Kulturen unterschied ihn von den chinesischen Ärzten jener Zeit; so sind Studienaufenthalte in Korea, Japan und Indien überliefert. Seine 13 Akupunkturpunkte zur Behandlung von psychischen Erkrankungen finden auch heutzutage noch Verwendung.

Werke

Noch in späteren Jahren veröffentlichten andere Autoren unter seinem Namen, in der Hoffnung, dass ihre Werke damit größeren Anklang finden würden.

Medizinische Innovationen

Sun Si Miao katheterisierte mit dem Stängel einer Schalotte (Allium ascalonium)

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Uneinheitliche Quellenlage in der englischsprachigen Literatur- 1) Subhuti Dharmananda: Sun Si-Miao. Portland OR 2001, OCLC 256168050; verlag-systemische-medizin.de, abgerufen am 20. März 2008 und 2) Cheng-Tsai Liu, Liu Zheng-cai, Ka Hua: A Study of Daoist Acupuncture & Moxibustion. 1999, ISBN 1-891845-08-X, S. 20–21.
  2. 1 2 3 4 Cheng-Tsai Liu, Liu Zheng-cai, Ka Hua: A Study of Daoist Acupuncture & Moxibustion. 1999, ISBN 1-891845-08-X, S. 20–21.
  3. ↑ R. Dale, Y. Cheng: Sun Si-Miao’s Ode to 13 Ghost Acupoints for the Treatment of Mental Disorders. In: American Journal of Acupuncture. Band 20, Nr. 3, 1992, S. 267–268.
  4. ↑ TAOISM AND SEX. Veröffentlichung der Humboldt-Universität Berlin; abgerufen am 20. März 2008.
  5. ↑ Jürgen Kovacs, Paul U. Unschuld: Essential Subtleties on the Silver Sea: The Yin-hai jing-wei: A Chinese Classic on Ophthalmology. In: Bulletin of the School of Oriental and African Studies, 2000, Band 63, Nr. 1. University of London, S. 141–143; jstor.org; abgerufen am 19. März 2008.
  6. ↑ Essential Subtleties on the Silver Sea. 1998, ISBN 0-520-08058-0, ucpress.edu; abgerufen am 19. März 2008.
  7. ↑ Wang Zhenguo, Chen Ping, Hsieh Pʻei-pʻing: History and Development of Traditional Chinese Medicine. 1999, ISBN 7-03-006567-0, S. 118.
Personendaten
NAME Sun, Simiao
ALTERNATIVNAMEN 孫思邈 (traditionelles Chinesisch); Sūn, Sīmiǎo (Pinyin); Sun, Si-Miao; Sun, Si Miao; Sun, Ssu-Miao
KURZBESCHREIBUNG chinesischer Arzt und Religionswissenschaftler
GEBURTSDATUM 581
STERBEDATUM 682