Susan Saint James

Susan Saint James (1986)
Stern am Hollywood Walk of Fame

Susan Saint James (gebürtig: Susan Jane Miller; * 14. August 1946 in Los Angeles, Kalifornien; † 26. Oktober 2026 ebenda) war eine US-amerikanische Filmschauspielerin.

Leben

Kindheit und Jugend

Saint James, deren Eltern aus Connecticut stammten, wuchs in Rockford (Illinois) auf. Sie hatte zwei Geschwister. Als Jugendliche besuchte sie die Woodlands Academy of the Sacred Heart, eine katholische Privatschule in Lake Forest (Illinois); später wechselte sie ans Connecticut College in New London (Connecticut). In jungen Jahren trat sie aus der katholischen Kirche aus, später trat sie jedoch wieder ein.

Karriere

Bereits als Jugendliche stand sie als Model vor der Kamera und bekam unter anderem auch Aufträge aus Frankreich. Im Alter von 20 Jahren zog sie 1966 nach Kalifornien, wo sie im Filmdrama Fame Is the Name of the Game unter der Regie von Stuart Rosenberg ihr Debüt als Schauspielerin feierte. Ihren Durchbruch erzielte sie als Nebendarstellerin der kurzlebigen Fernsehserie The Name of the Game, die von 1968 bis 1971 produziert wurde. Sie wurde für drei Emmy Awards nominiert und erhielt 1969 die Auszeichnung. In McMillan & Wife, einer Fernsehserie, die von 1971 bis 1976 entstand, verkörperte sie die Serienehefrau von Rock Hudson und wurde dafür dreimal für den Golden Globe Award und ebenso oft für den Emmy nominiert. In der achten Staffel von M.A.S.H (Folge 23 Held und Heldin), die am 3. März 1980 auf CBS ausgestrahlt wurde, hatte sie einen Gastauftritt als Kriegsberichterstatterin Aggie. Saint James’ Karriere kam ab Mitte der 1980er Jahre jedoch zum Erliegen. Zwischen 1984 und 1989 stand sie an der Seite von Jane Curtin in der Serie Kate & Allie vor der Kamera und wurde noch für zwei Emmys nominiert.

Späteres Leben und Privatleben

Saint James zog zu Beginn der 1990er Jahre nach Connecticut, wo sie sich für Wohltätigkeitsorganisationen, darunter auch die Special Olympics, engagierte. 1998 gründete sie zusammen mit ihrer Schwester Mercedes und einem Freund das Unternehmen Seedling & Pip, welches Geschenkkörbe für neugeborene Babys produziert.

Sie war dreimal verheiratet. Von Juli 1967 bis Dezember 1968 war sie mit dem Drehbuchautor Richard Neubert verheiratet. Im November 1971 ehelichte sie den Maskenbildner Tom Lucas. Die beiden bekamen zwei Kinder, Harmony und Sunshine Lucas. Harmony Lucas arbeitete später als Schauspieler und Filmproduzent. Nach der Scheidung von Lucas im September 1977 schloss Saint James im November 1981 mit dem Filmproduzenten Dick Ebersol ihre dritte Ehe. Das Paar bekam drei Söhne, Charles, William und Edward. Einen schweren Schicksalsschlag erlitt Saint James im November 2004, als ein Flugzeug mit ihrem Ehemann und zwei ihrer Söhne in Colorado abstürzte. Während ihr Ehemann und ihr Sohn Charles überlebten, kam ihr 14-jähriger Sohn Edward ums Leben. Ihm zu Ehren wurde ein Baseballfeld in Boston (Massachusetts) in Teddy Ebersol Field umbenannt.

Susan Saint James erhielt fünf Ehrendoktorate von fünf Hochschulen in Connecticut, der University of Connecticut, der University of Bridgeport, der Southern Connecticut State University, dem Albertus Magnus College und der University of New Haven.

Susan Saint James’ Nichte ist die Schauspielerin Christa Miller, ihr Schwiegerneffe der Drehbuchautor Bill Lawrence.

Im Oktober 2026 starb sie im Alter von 80 Jahren an einer Krebserkrankung.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen (Auszug)

Commons: Susan Saint James – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Susan Saint James, Kate & Allie and McMillan & Wife Star, Dies at 80. In: people.com. 27. Oktober 2026, abgerufen am 27. Oktober 2026.
  2. ↑ Eintrag bei filmreference.com