Susanne Kennedy

Susanne Kennedy (* 1977 in Friedrichshafen) ist eine deutsche Theaterregisseurin.

Leben

Kennedy wuchs in Tuttlingen in einer katholischen Lehrerfamilie als Tochter eines Schotten und einer Deutschen auf. Sie studierte Theaterwissenschaft in Mainz, Paris und Amsterdam, sowie Regie an der Hogeschool voor de Kunsten in Amsterdam. Sie hospitierte bei Johan Simons. An den Münchener Kammerspielen inszenierte Susanne Kennedy 2011 They Shoot Horses, Don't They? und 2013 Marieluise Fleißers Fegefeuer in Ingolstadt. 2013 wurde Kennedy als Nachwuchsregisseurin des Jahres (5 Stimmen plus eine Extrastimme in der Hauptkategorie) für Fegefeuer in Ingolstadt von der Fachzeitschrift Theater heute ausgezeichnet. Mit diesem Stück nahm sie auch 2014 am 51. Berliner Theatertreffen teil. 2014 inszenierte sie Rainer Werner Fassbinders Film Warum läuft Herr R. Amok? (1970) an den Münchner Kammerspielen. 2015 inszenierte sie Orfeo bei der Ruhrtriennale. Anfang 2019 hatte an der Volksbühne Berlin das interaktive Theaterprojekt Coming Society, das Kennedy gemeinsam mit dem bildenden Künstler Markus Selg entwickelte, die erste Aufführung.

Theaterkonzept

In drei öffentlichen Vorträgen erläutert Susanne Kennedy 2024 am 17.06., 24.06. und 01.07. im Rahmen der 11. Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik in Saarbrücken auf Einladung der Germanistik der Universität des Saarlandes ihre konzeptuellen Vorstellungen vom Theater und ihre Werkstattprozesse. Im September 2026 erschienen diese Vorträge gemeinsam mit einem Gespräch mit Susanne Kennedy als Buch im Alexander Verlag (Berlin) unter dem Titel: I AM (a strange loop). Theater als bewusstseinserweiternde Technologie.

Regiearbeiten

Eigene Arbeiten

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Annette Walter: Entdeckung der Kammerspiele München: „Es muss wehtun“. In: Die Tageszeitung: taz. 4. Dezember 2014, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 6. Oktober 2022]).
  2. ↑ Eva Biringer: „Eine Art positiver Autismus“. In: Die Welt. 30. März 2017 (welt.de [abgerufen am 6. Oktober 2022]).
  3. ↑ Süddeutsche Zeitung Nr. 275, 29./30. November 2014, S. 21.
  4. ↑ Der Spiegel Nr. 3 vom 12. Januar 2019, S. 105.
  5. ↑ https://www.iainfisher.com/kane/eng/kane-live-2007.html
  6. ↑ https://nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13812:die-selbstmord-schwestern-an-den-muenchner-kammerspielen-untersucht-susanne-kennedy-mit-jeffrey-eugenides-roman-weiter-die-grenze-zwischen-theater-und-installation&catid=99&Itemid=100476
  7. ↑ https://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=14708:women-in-trouble-susanne-kennedy-entwirft-an-der-volksbuehne-berlin-eine-schoene-cleane-buehnenwelt-fuer-postmoderne-menschmaschinen&catid=1629&Itemid=100476
  8. ↑ https://nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=16294:coming-society-in-der-berliner-volksbuehne-susanne-kennedy-und-markus-selg&catid=1629&Itemid=100476
  9. ↑ https://nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=17567:ultraworld-volksbuehne-berlin-susanne-kennedy-und-markus-selg-entdecken-schimmer-der-ironie-in-ihrem-transhumanistischen-theaterprojekt&catid=1629&Itemid=100476
  10. ↑ https://nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=18276:oracle-muenchner-kammerspiele-susanne-kennedy-und-markus-selg-schicken-die-besucher-auf-einen-psychedelischen-trip&catid=99&Itemid=100476
  11. ↑ Europäischer Theaterpreis an Isabelle Huppert und Jeremy Irons. derStandard.at, 27. Oktober 2017, abgerufen am 6. März 2018.