
The Sutherland Brothers war ein schottisches Folk- und Softrock-Duo bestehend aus den Brüdern Iain Sutherland (* 17. November 1948; † 25. November 2019) und Gavin Sutherland (* 6. Oktober 1951). Von 1972 bis 1977 arbeiteten die Brüder mit der Band Quiver zusammen und traten als Sutherland Brothers & Quiver in Erscheinung. Bekanntheit erlangten sie besonders durch die Songs Arms of Mary und (I Don't Want to Love You But) You Got Me Anyway. Ihr Song Sailing wurde in einer Coverversion von Rod Stewart zu seinem Welthit.
Die beiden Brüder Iain und Gavin Sutherland begannen ihre musikalische Karriere 1968 zunächst unter dem Namen A New Generation und veröffentlichten den Titel Smokey Blues Away. Das Lied platzierte sich im Juni 1968 in den UK-Charts und erreichte Rang 38. Bis 1972 erschienen weitere Singles der Brüder unter dem Namen The Sutherland Brothers Band sowie ein gleichnamiges Album.
Im Dezember 1972 schlossen sich die Sutherland Brothers mit der 1970 gegründeten Band Quiver zusammen. Als Sutherland Brothers & Quiver spielte die Band bis 1977. Während die Singles (I Don’t Want to Love You But) You Got Me Anyway, 1973 auf Platz 48 in den USA, und Secrets, 1976 auf Platz 35 in England, nur mittlere Erfolge waren, entwickelte sich das Lied Arms of Mary 1976 zum größten Hit der Sutherlands. Im Vereinigten Königreich kletterte die Single bis auf Platz 5, in Deutschland war sie auf Platz 17 der einzige Charterfolg.
Zwischen 1977 und 1981 erschienen noch einige Singles und Alben ohne Quiver. Davon konnte sich lediglich das Lied Easy Come Easy Go in den UK-Charts platzieren und erreichte Position 50.
Ihren von Gavin geschriebenen Song Sailing veröffentlichten die Sutherland Brothers 1972, zunächst als B-Seite zur Single Who’s Crying Now, 1973 dann auf einigen Reissues ihres zweiten Albums Lifeboat. 1975 veröffentlichte Rod Stewart seine Version, die ein Welthit wurde und von zahlreichen weiteren Künstlern gecovert wurde.
1978, ein Jahr nach ihrer Trennung von den Sutherland Brothers, löste sich Quiver auf. Die Bandmitglieder setzten ihre Karrieren vor allem als Begleit- und Studiomusiker fort. Keyboarder Peter Wood arbeitete etwa mit Cyndi Lauper zusammen und spielte 1980/81 mit Pink Floyd bei deren Tour zu The Wall; 1993 kam er in New York unter ungeklärten Umständen ums Leben. Schlagzeuger John „Willie“ Wilson begleitete ebenfalls Pink Floyd auf Tourneen und spielte auf dem ersten Soloalbum von David Gilmour. Gitarrist Tim Renwick spielte u. a. mit Al Stewart und Pink Floyd, Bassist Bruce Thomas in Elvis Costellos Begleitband The Attractions.
| Jahr | Titel | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen (Jahr, Titel, Platzierungen, Wochen, Auszeichnungen, Anmerkungen) |
Anmerkungen | |
|---|---|---|---|---|
| 1973 | Lifeboat | — | US77 (17 Wo.)US |
|
| 1974 | Dream Kid | — | US193 (3 Wo.)US |
mit Quiver |
| 1976 | Reach for the Sky | UK26 (8 Wo.)UK |
US195 (2 Wo.)US |
mit Quiver |
| Slipstream | UK49 (3 Wo.)UK |
— |
mit Quiver | |
Weitere Studioalben
| Jahr | Titel Album |
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen (Jahr, Titel, Album, Platzierungen, Wochen, Auszeichnungen, Anmerkungen) |
Anmerkungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1968 | Smokey Blues Away – |
— | UK38 (5 Wo.)UK |
— |
als A New Generation |
| 1973 | (I Don’t Want to Love You But) You Got Me Anyway Lifeboat |
— | — | US48 (12 Wo.)US |
mit Quiver |
| 1976 | Arms of Mary Reach for the Sky |
DE17 (21 Wo.)DE |
UK5 (12 Wo.)UK |
US81 (5 Wo.)US |
mit Quiver |
| Secrets Slipstream |
— | UK35 (4 Wo.)UK |
— |
mit Quiver | |
| 1979 | Easy Come Easy Go When the Night Comes Down |
— | UK50 (4 Wo.)UK |
— | |
Weitere Singles