Gatter wuchs in Bitterfeld auf. Von 1999 bis 2006 absolvierte er ein Studium der Angewandten Sozialwissenschaften an der Fachhochschule Erfurt, das er mit einer Diplomarbeit zum Thema „Fotografische Bilder als Quellen der empirischen Sozialforschung“ abschloss. Von 2004 bis 2005 besuchte er die Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und von 2010 bis 2011 die Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin. Seither untersucht er in seinen künstlerisch-fotografischen Arbeiten vor allem die post-kommunistischen Transformationsprozesse in Ostdeutschland. Hierfür werden von ihm oftmals eigene Bilder und Texte mit gefundenem Archivmaterial kombiniert und so zu subjektiven Narrationen verdichtet. Seit 2018 beschäftigt er sich vor allem mit dem Strukturwandel im ländlichen Raum Brandenburgs.
Darüber hinaus engagiert er sich seit 2013 im Verein Perspektive hoch 3 für Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftsformate, mit denen das Erwachsenwerden unter den besonderen historischen Bedingungen des Zusammenbruchs der DDR und der sich anschließenden deutschen Wiedervereinigung erforscht werden.
2010: „Gewöhnliche Leute, Fotografien“, Einzelausstellung in der Galerie Alles Mögliche, Berlin
Gruppenausstellungen
2022: „Die Zukunft hat schon begonnen. Vom Leben in Industrielandschaften“, Jahresschau des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst im Landtag Brandenburg, Potsdam
2021: „Simultan. Positionen im Raum“ in der AFF Galerie, Berlin
2020: „1x Zukunft und zurück“, Kunstkubus der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ zur EinheitsEXPO 2020, Potsdam
2019: „Brandenburgischer Kunstpreis 2019“ im Schloss Neuhardenberg
2019: „Landpartie“, Gruppenausstellung der Wiepersdorf-Stipendiat*innen im Brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Potsdam