Svend Fleuron wuchs als Sohn eines Gutsbesitzers auf und schlug nach seiner Schulzeit die Offizierslaufbahn ein. Im Jahre 1921 nahm er seinen Abschied vom Militär und lebte fortan als Schriftsteller auf seinen Besitzungen. Mehrere Vortragsreisen führten ihn durch Dänemark und Deutschland. 1941 nahm er am Weimarer Dichtertreffen teil und schrieb in der Zeitschrift „Europäische Literatur“ der dort gegründeten Europäischen Schriftsteller-Vereinigung „begeistert über den Krieg“. Fleuron wirkte als Natur- und vor allem als Tierschriftsteller, wobei er in seinen Texten weit über reine Tierschilderungen hinausging. Er schrieb besonders über in Freiheit lebende Tiere, die er mit großer sprachlicher Kunstfertigkeit in ihrem trieb- und instinktgeleiteten Wesen darzustellen verstand. Es gelang ihm die Abfassung moderner Tierromane mit spürbarer Liebe zur Fauna.
Werke
in der Reihenfolge des Erscheinens der deutschen Erstausgabe
Einzelausgaben
Ein Winter im Jägerhofe, 1912
Wie Kalb erzogen wurde, 1916
Strix. Die Geschichte eines Uhus, 1920
Die rote Koppel. Eine Fuchsgeschichte, 1922
Meister Lampe. Ein Roman von den dänischen Feldern, 1923
Katzenvolk. Eine Familienchronik, 1923
Schnock. Ein Roman von Seen und Sümpfen, 1924
Schnipp Fidelius Adelzahn. Ein Dackelroman, 1924
Die Schwäne vom Wildsee, 1925
Der Graf auf Egerup, 1925
Waldkäuze. Ein Geschichtenkranz, 1926
Die gefesselte Wildnis. Roman eines zoologischen Gartens, 1927
↑Svend Fleuron: Ich sah Deutschland. In: Europäische Literatur, H. 1 (Mai 1942), S. 2, zitiert bei: Noémi Kiss: Wer ist Carl Rothe? Eine literarische Kartographie der Begegnung zwischen Lőrinc Szabó und Carl Rothe, S. 10 (PDF; 225kB)