| swissICT | |
|---|---|
| Rechtsform | Verein |
| Gründung | 2000 |
| Sitz | Zürich |
| Zweck | Fachverband der ICT-Branche |
| Vorsitz | Claude Honegger (seit Mai 2026) |
| Geschäftsführung | Kurt Lanz (ab August 2026) |
| Mitglieder | ca. 2100 (Stand 2026) |
| Website | www.swissict.ch |
SwissICT (Eigenschreibweise swissICT) ist ein Fachverband der Schweizer Branche für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) mit Sitz in Zürich. Der Verband vertritt sowohl ICT-Anbieter und -Anwenderunternehmen als auch Einzelpersonen aus der Branche und zählt nach eigenen Angaben rund 2100 Mitglieder, darunter etwa 900 Firmenmitglieder (Stand 2026). Medienberichte bezeichnen SwissICT als den grössten Fachverband der Schweizer ICT-Branche.
SwissICT entstand im Jahr 2000 durch die Fusion der Schweizerischen Vereinigung für Datenverarbeitung (SVD, gegründet 1968) mit dem Wirtschaftsinformatik-Fachverband (WIF, gegründet 1955).
Von 2004 bis 2026 stand Thomas Flatt dem Verband als Präsident vor. Unter seiner Führung beteiligte sich SwissICT an verbandsübergreifenden Initiativen; Flatt war unter anderem Gründungsmitglied von ICT Switzerland (später mit Digitalswitzerland fusioniert) und von ICT-Berufsbildung Schweiz. An der Generalversammlung im Mai 2026 wurde das langjährige Vorstandsmitglied Claude Honegger, ehemaliger Group CIO der Credit Suisse, zu Flatts Nachfolger gewählt.
Die Geschäftsstelle wurde von 2018 bis Mai 2026 von Christian Hunziker geleitet, der aus privaten Gründen vorzeitig in Pension ging. Zu seinem Nachfolger wurde der Ökonom und frühere Economiesuisse-Geschäftsleitungsmitglied Kurt Lanz ernannt, der die Geschäftsführung per 1. August 2026 übernimmt.
Der Verband steht Unternehmen wie Einzelpersonen offen; zu den Mitgliedern zählen neben Einzelmitgliedern und kleinen und mittleren Unternehmen auch grosse ICT-Anbieter sowie Anwenderorganisationen wie Banken. SwissICT verfügt über eine Geschäftsstelle in Zürich sowie über rund 20 Fach- und Arbeitsgruppen, in denen sich Fachleute zu Themen wie Sourcing, Open Source oder agilen Methoden austauschen.
Seit 1981 publiziert SwissICT jährlich die Studie Saläre der ICT zu den Löhnen in der Schweizer Informatikbranche. Die Erhebung basiert auf Lohnangaben teilnehmender Unternehmen; die Ausgabe 2024 stützte sich auf rund 38'500 Salärnennungen von 261 Unternehmen. Die Ergebnisse werden regelmässig von Schweizer Fach- und Wirtschaftsmedien aufgegriffen.
Seit 1986 gibt der Verband das Nachschlagewerk Berufe der ICT mit standardisierten Berufsbildern und Anforderungsprofilen heraus; es erschien bis 2017 in Buchform und ist seit 2018 online verfügbar. Inzwischen wird es unter dem Titel Rollen der ICT weitergeführt. Die Rollenbeschreibungen dienen zugleich als Grundlage für die Kategorien der Salärstudie.
SwissICT verlieh ab 2004 den Swiss ICT Award (anfänglich Swiss IT Award). 2018 wurde dieser mit dem Swiss Digital Transformation Award zum Digital Economy Award zusammengeführt, den SwissICT seither gemeinsam mit Partnern – darunter das Fachmedienunternehmen Netzmedien und zeitweise Digitalswitzerland – veranstaltet.
Der Verband führt Veranstaltungen, Schulungen und Konferenzen durch und lancierte 2021 ein Online-Tool zur Karriereplanung für ICT-Fachkräfte.