Sylvain Bemba (* 17. Februar 1934 in Sibiti, Republik Kongo; † 8. Juli 1995 in Paris, Frankreich) war ein kongolesischer Schriftsteller, Musiker und Journalist.
Sylvain N’Tari Bemba ist in Sibiti in der Region Lékoumou geboren. Er schrieb in den 1970er und 1980er Jahren hauptsächlich Romane, Erzählungen und Theaterstücke, die in französischer Sprache erschienen sind. Einzelne Werke wurden im Rahmen von Anthologien auch in andere Sprachen übersetzt. Daneben verfasste er Essays zur Literatur- und Musikgeschichte. Er war Redakteur im kongolesischen Rundfunk und bei der Zeitschrift Liaison, der ersten kongolesischen Literaturzeitschrift. Zudem war er leitender Mitarbeiter im kulturpolitischen Bereich und Bibliothekar an der Marien-Ngouabi-Universität in Brazzaville.
Bemba beeinflusste viele jüngere Kollegen, wie Sony Labou Tansi. Als Angehöriger der Kolonialverwaltung sah er sich gezwungen, teilweise die Pseudonyme Martial Malinda und Belvain Michel zu benutzen.
Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Bemba im Exil in Frankreich.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bemba, Sylvain |
| ALTERNATIVNAMEN | Michel, Belvain; Malinda, Martial |
| KURZBESCHREIBUNG | kongolesischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 17. Februar 1934 |
| GEBURTSORT | Sibiti, Republik Kongo |
| STERBEDATUM | 8. Juli 1995 |
| STERBEORT | Paris, Frankreich |