Systemmodell

Das Systemmodell ist ein 1972 von der Pflegewissenschaftlerin Betty Neumann in den Vereinigten Staaten von Amerika entwickeltes Pflegemodell. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention durch Förderung der Abwehrkräfte der Gepflegten gegen Stress, wodurch ihrer Theorie nach Wohlbefinden entsteht. Die Grundlagen dieser Theorie basieren auf Pierre Teilhard de Chardin, in der Gestalttherapie, dem Allgemeinen Anpassungssyndrom und der Systemtheorie. In Neumanns Modell werden die Pflegeempfänger Klienten genannt.

Damit der Klient ein optimales Wohlbefinden erreichen kann, hat Neumann Grundannahmen festgelegt:

Aufgabe der Pflege ist es eine Einschätzung des Stabilitätsgrades (Resistenz gegen Stressoren) des Klienten, sowohl vorhandene als auch die Auswirkung möglicher Stressoren zu beurteilen. Ziel muss dabei sein ein bestmöglisches Wohlbefinden (Gesundheit) zu erreichen, aufrechtzuerhalten oder die Abwehrkräfte zu verbessern.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Betty Neuman: Pflege und die Systemperspektive. In D. Schaeffer, M. Moers, H. Steppe, A. Meleis (Hrsg.): Pflegetheorien, Beispiele aus den USA. Verlag Hans Huber, 2008, ISBN 978-3456845678, S. 200
  2. ↑ Betty Neuman: Pflege und die Systemperspektive. In D. Schaeffer, M. Moers, H. Steppe, A. Meleis (Hrsg.): Pflegetheorien, Beispiele aus den USA. Verlag Hans Huber, 2008, ISBN 978-3456845678, S. 204